Koalitionsvertrag in Niedersachsen

Zwischen CIO und CDO

| Autor / Redakteur: Franz-Reinhard Habbel / Manfred Klein

IT-Konsolidierung weiterhin Kernaufgabe

Darüber hinaus will die Landesregierung die Konsolidierung der IT-Landschaft fortsetzen. „Es ist sinnvoll, einen zentral administrierten Client-Betrieb für das gleiche Betriebssystem im Zielzustand nicht mehrfach in der Landesverwaltung vorzuhalten. Um eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erzielen und den Bedarf an Fachkräften zu minimieren, sind daher die IT Services für die Landesverwaltung möglichst weitgehend zu bündeln“, heißt es dazu im Koalitionsvertrag.

Neben sicheren Transportwegen bedürfe es eines modernen Hochsicherheitsrechenzentrums zur Verarbeitung schutzwürdiger öffentlicher Daten. Alle Landesdienststellen, aber auch alle kommunalen IT-Dienstleister und alle Kommunen sollen auf ein wirtschaftliches und sicheres Leistungsangebot zugreifen können. Der gemeinschaftliche Betrieb des neuen Rechenzentrums soll in einer Rechtsform erfolgen, die allen Kommunen und kommunalen IT-Dienstleister offensteht. Diese sollen die Möglichkeit haben, in Form einer Niedersachsen-Cloud ihre Datenhaltung in das neue Rechenzentrum zu verlagern.

Um die Umsetzung einer digitalen Landes- und Kommunalverwaltung mit medienbruchfreien Geschäftsprozessen zu unterstützen, sollen Modellkommunen und ein Modellministerium ausgewählt und entsprechend gefördert werden. Zusätzlich sollen sogenannte Datenräume eingerichtet werden, in denen alle für die Abwicklung der Verwaltungsprozesse verfügbaren Bürger- und Unternehmensdaten zusammengefasst und dort abgerufen werden können. Das Thema Open Data soll in Abstimmung mit dem Kommunen ausgebaut werden.

Fazit

Der Koalitionsvertrag in Niedersachsen gibt dem Thema Digitalisierung breiten und konkreten Raum. Er zieht sich durch alle Politikfelder. Im Bereich der Hochschulen und der Mobilität werden bemerkenswerte Akzente gesetzt. Die Voraussetzungen für eine bessere Koordination auch in den Ministerien sind geschaffen. Es bleibt abzuwarten, ob die Ziele auch umgesetzt werden. Beim eGovernment-Gesetz ist Niedersachsen Nachzügler, kann sich aber die Erfahrungen aus anderen Ländern zu Gute machen und Prozesse weiter vereinfachen und beschleunigen.

Jetzt geht's ums Prinzip!

Digitalisierungsministerium oder Staatsminister

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24.10.17 - eGovernment und Digitalisierung sind in der Politik angekommen. Dass zeigt sich auch daran, dass unterschiedliche Player versuchen, sich für künftige Aufgaben zu positionieren. Die beiden Varianten Digitalisierungsministerium und Staatsminister für Digitalisierung wurden jetzt in einer Studie des Stein-Hardenberg-Instituts untersucht. eGovernment Computing sprach mit den Autoren Prof. Dr. Tino Schuppan, Dirk Stocksmeier und Sirko Hunnius. lesen

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