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Hessen etabliert Verwaltungscloud Zentraler Beitrag für erfolgreiche Schuldenbremse

| Redakteur: Manfred Klein

Auf einem Roundtable, den eGovernment Computing organisiert hatte, um die Rolle von Cloud Computing in der Öffentlichen Verwaltung auszuloten, hatte Hessens CIO Horst Westerfeld die Vorzüge einer verwaltungsebenen übergreifenden Zusammenarbeit im IT-Bereich gelobt.

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Hessens CIO Horst Westerfeld macht sich für den Aufbau einer Verwaltungscloud stark
Hessens CIO Horst Westerfeld macht sich für den Aufbau einer Verwaltungscloud stark
( Archiv: Vogel Business Media )

Cloud Computing spielt dabei nach Ansicht des CIO als Technologie eine wesentliche Rolle. Kurz nach dem Roundtable gab Hessen den Aufbau einer Verwaltungscloud bekannt, an der sich auch andere Bundesländer und Kommunen beteiligen können. eGovernment Computing sprach mit Horst Westerfeld über Ziele und Hintergründe des Vorstoßes.

Herr Westerfeld, welche Ziele verfolgen Sie mit der geplanten Verwaltungscloud in Hessen?

Westerfeld: Unter der „Verwaltungscloud“ verstehen wir ein Angebot von Cloud-Diensten für die Öffentlichen Verwaltungen in Hessen und über Hessen hinaus. Aus der Tatsache, dass in allen Rechenzentren, und damit auch in den Rechenzentren der Öffentlichen Verwaltungen, nur durchschnittlich 5 bis 20 Prozent der Ressourcen ausgelastet sind, ergibt sich aus den Cloud Services Plattform as a Service, Infrastructure as a Service und Software as a Service ein erhebliches Optimierungspotenzial. Mit Artikel 91c des Grundgesetzes wird die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen in der IT auf einen Verfassungsrang gehoben. Seit 2009 hat sich allerdings relativ wenig getan, um die Zusammenarbeit in der IT gravierend zu verändern. Durch die Zusammenarbeit auf dem IT-Sektor in den Öffentlichen Verwaltungen können IT-Ressourcen wesentlich besser genutzt werden. Cloud Services für die Verwaltungen in Deutschland laden auf der Ebene Plattform, Infrastruktur und Software förmlich dazu ein, für die rund 400 öffentlichen Rechenzentren und die rund 12.000 meist redundanten Applikationen die Synergiepotenziale und den Standardisierungsnutzen zu heben. Die Einsparungen von geschätzten 3 Milliarden Euro sind dann nicht nur ein Beitrag zur Schuldenbremse, sondern können auch für Innovationen in die IT der Öffentlichen Verwaltungen genutzt werden.

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