Digitalisierung bei knappen Mitteln

Zentrale Rolle der IT

| Redakteur: Susanne Ehneß

Umsetzung

Beim Thema eGovernment hat Deutschland laut Lünendonk Nachholbedarf. Im eGovernment-Ranking der Vereinten Nationen 2014 ist Deutschland um vier Plätze abgerutscht und belegt den 21. Platz – weit hinter den USA (Platz 7), Frankreich (Platz 4) oder Japan (Platz 6). Im europäischen Vergleich liegt Deutschland auf Rang zwölf.

Die eGovernment-Lösungen sollten laut Lünendonk ressortübergreifend entwickelt und implementiert werden. Dies gilt auch für die folgenden eGovernment-Maßnahmen, die exemplarisch genannt werden:

  • elektronische Aktenführung in der Bundesverwaltung (eAkte),
  • zentrales De-Mail Gateway, zentraler eID-Service, erweiterte Zahlungsverkehrsplattform und ein fortentwickelter Formularserver,
  • eBeschaffung,
  • elektronisches Gesetzgebungsverfahren (wie eNorm),
  • Open Data mit den Bundesbehörden als Vorreiter (Roadmap siehe Grafik),
  • nationale Geodateninfrastruktur und datenschutzgerechte Georeferenzierung elektronischer Register,
  • eRechnung als Brückenschlag zwischen Auftragsvergabe und Bezahlung.

Fazit

„Die digitale Agenda der Bundesregierung hat der Umsetzung von eGovernment eine hohe Priorität eingeräumt, weshalb erwartet werden darf, dass in den nächsten Jahren viele Projekte konsequenter angegangen werden und der Digitalisierungsgrad in der öffentlichen Verwaltung zunimmt“, lautet die Einschätzung der Lünendonk-Berater. Dabei könnten Verwaltungen durch den „weitsichtigen und intelligenten“ Einsatz digitaler Technologien wie

  • Business Intelligence,
  • elektronische Archivierung,
  • Dokumentenmanagement oder
  • Web-Portale

viele Prozesse produktiver gestalten und Synergiepotenziale heben.

Öffentliche Verwaltungen müssten ihre starren und traditionell gewachsenen Prozesse aufbrechen. „Die IT wird zunehmend zu einem Gestaltungspartner und muss stärker in die Führung öffentlicher Einrichtungen integriert werden“, so die Forderung.

Der Umgang mit den durch die Digitalisierung zunehmenden Daten werden dabei zu einem großen Thema. „Herkömmliche relationale Datenbankkonzepte stoßen aufgrund ihrer limitierten Kapazität oft an ihre Grenzen, weshalb der Einsatz neuer Technologien wie in-memory oder Big Data Analytics geprüft werden muss“, heißt es dazu im Dossier.

Die zentralen Grafiken aus dem Dossier sehen Sie hier:

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