Elektronische Beschaffung nimmt langsam Fahrt auf

XVergabe – Standard für die Bieter

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Multi-Plattform-Bieter-Client – ein Beispiel

Um die skizzierten Vorzüge der xVergabe nutzen zu können muss sich ein Bieter dennoch für ein Werkzeug entscheiden – den sogenannten Multi-Plattform-Bieter-Client (MPBC). Hinter dem furchtbaren Wort verstecken sich Bieterwerkzeuge, die diesen xVergabe-Standard unterstützen und somit in einem Werkzeug mit einer größeren Zahl verschiedener Plattformen kommunizieren können. Derzeit arbeitet eine kleine Zahl von Unternehmen an diesen Werkzeugen.

In Abb. 2 ist eine Maske aus dem AI ANGEBOTSASSISTENT dargestellt. Dieses Werkzeug ist der erste verfügbare MBPC am Markt und unterstützt derzeit die Nutzung von knapp 20 eVergabeplattformen und bietet den Unternehmen daneben noch viele weitere Funktionalitäten zur komfortablen Nutzung der eVergabe.

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Befindet sich ein Unternehmen auf der Suche nach einem passenden MPBC so sollte als erstes sicherlich die potenzielle Marktabdeckung durch dieses Werkzeug geprüft werden. Hier gilt schlicht: je mehr Plattformen, je mehr Verfahren man durch das Werkzeug erreichen kann, umso besser!

Aber als zweites Kriterium sollte man schon den Nutzungskomfort genauer untersuchen. Welche Funktionen bietet das Werkzeug bei der Suche nach Ausschreibungen, bei der Verarbeitung von Vergabeunterlagen und der internen Aufgabenverteilung bis hin zur Unterstützung bei der elektronischen Angebotsabgabe. Erst wenn hier die Bieter auch einen inhaltlichen Mehrwert dieser Werkzeuge spüren wird sich deren Ausbreitung beschleunigen.

Künftige Perspektiven

Mit der Verabschiedung des xVergabe-Standards ist in Deutschland ein weiterer Meilenstein erreicht worden. Das ist unstrittig ein großer Erfolg, denn damit bieten sich den Bietern aber auch den Vergabestellen die Möglichkeit, den gewünschten Föderalismus, ausgedrückt in unterschiedlichen Vergabeplattformen mit den unerwünschten Nebeneffekten der Intransparenz und Nicht-Akzeptanz durch einheitliche Werkzeuge zu überwinden.

Nunmehr liegt es an den Vergabestellen, „ihre“ Plattformanbieter zur raschen Einführung der xVergabe zu drängen. Denn sonst läuft dieser Standard schnell ins Leere. Nur wenn alle mitmachen ist es ein Standard und wird die eVergabe weiter beflügeln.

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