TU Berlin legt den Grundstein für Cloud-Infrastruktur

Wolken über der Hauptstadt

11.10.2010 | Redakteur: Gerald Viola

Forschergeist. Studenten bei einer Nanophotonik-Messung mit einem Farbstofflaser
Forschergeist. Studenten bei einer Nanophotonik-Messung mit einem Farbstofflaser

BCI soll nicht nur von der TU selbst genutzt werden, sondern unter anderem auch Technologie- und Gründerzentren zur Verfügung stehen. Diese könnten dann als Cloud-Provider für die Mieter des Zentrums agieren und eine Lösung für die eingangs geschilderten typischen Probleme von Jungunternehmen anbieten.

Mit BCI gelingt es der TU Berlin erneut, sich durch wirtschaftsnahe Forschungstätigkeit im internationalen Wettbewerb zu profilieren.

Professor Kao: „Die TU verschafft sich ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen deutschen und europäischen Universitäten und stärkt zudem nachhaltig die Innovationskraft der Berliner Wirtschaft.“

Diese Einschätzung teilt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung. Er bewilligte rund eine halbe Million Euro für das im Herbst 2009 gestartete Projekt, das wissenschaftlich von Dr. Matthias Hovestadt, Dr. Dominic Battré und Philipp Berndt betreut und infrastrukturseitig von Michael Flachsel unterstützt wird.

Virtualisierung steht am Anfang jeder Cloud

Was sich vergleichsweise einfach als „Wolken-IT“ beschreiben lässt, stellt in der Praxis enorme Anforderungen an die zugrunde liegende Infrastruktur: „Mit einem traditionellen Rechenzentrum ist der Servicegedanke, der hinter Cloud Computing steht, nicht umsetzbar“, kommentiert Michael Flachsel, Leiter Infrastrukturdienste im tubIT. „Grundvoraussetzung ist dafür eine konsequent virtualisierte Serverlandschaft.“

Virtualisierung sorgt für eine Trennung der logischen Sicht von der physischen Hardwareebene. Auf einem physischen Computer laufen unabhängig voneinander mehrere Betriebssysteme, die jeweils einem eigenen virtuellen Computer zugeordnet sind. Moderne Systeme erlauben viele hundert virtuelle Computer auf einem physischen Server.

Es ist sogar möglich, virtuelle Rechner auf eine andere Hardware zu verschieben, ohne dass die Anwender etwas bemerken. Die feste Zuordnung zwischen Anwendung und Serverhardware ist damit überwunden – ebenso die Tendenz zur sogenannten Silobildung, die im nicht-virtualisierten Rechenzentrum für mangelnde Flexibilität und Effizienz verantwortlich ist. Beispielsweise verpufft die Rechenleistung von Web-Servern bei geringer Nutzung.

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posted am 17.02.2017 um 14:43 von Unregistriert


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