TU Berlin legt den Grundstein für Cloud-Infrastruktur

Wolken über der Hauptstadt

11.10.2010 | Redakteur: Gerald Viola

Forschergeist. Studenten bei einer Nanophotonik-Messung mit einem Farbstofflaser
Forschergeist. Studenten bei einer Nanophotonik-Messung mit einem Farbstofflaser

Die Technische Universität Berlin baut mit dem Cisco Unified Computing System (UCS) eine virtualisierte Cloud-Umgebung auf. Informatiker vom Institut für Telekommunikationssysteme wollen damit das technologische und wirtschaftliche Potenzial des neuen IT-Modells erforschen. Clouds, so die Wissenschaftler, versprechen einen grundlegenden Wandel der Art und Weise, wie IT-Dienste künftig bereitgestellt, genutzt und abgerechnet werden.

IT verwandelt sich in einen puren Service, der nur bei Bedarf abgerufen wird – und für den auch nur bei tatsächlicher Nutzung bezahlt werden muss. Weder Investitionshürden noch der Zwang zum Betrieb einer eigenen Infrastruktur stehen dem Einsatz innovativer IT im Wege.

Die Cisco-basierende IT-Wolke der Technischen Universität soll Berliner Firmen direkt zugutekommen. Außerdem dient die UCS-Plattform als Basis, um Campus-Anwendungen der TU künftig als kosteneffiziente Cloud-Dienstleistung zu erbringen.

Viele Firmengründer können ein Lied davon singen: Kaum laufen die elementaren Computeranwendungen einigermaßen, da kommen schon neue, anfangs nicht absehbare Anforderungen hinzu. Jetzt zeigt sich: Die Server sind zu klein, die Ausstattung insgesamt ist nicht flexibel erweiterbar.

Ungeplante Ausgaben sind meist die Folge. Außerdem müssen Mitarbeiter, die ohnehin schon alle Hände voll zu tun haben, auf zeitgemäße IT-Unterstützung verzichten. Viel Zeit, Kraft und Motivation gehen verloren – und stehen für die Umsetzung der eigentlichen Geschäftsidee nicht zur Verfügung.

TU-Cloud bringt Wirtschaftsimpulse

„Mit Cloud Computing gehört dieses Szenario schon bald der Vergangenheit an“, meint Professor Odej Kao, Leiter des Fachgebiets Verteilte und Komplexe IT-Systeme an der Technischen Universität Berlin.

„Clouds machen IT zu einem reinen Service, der bei Bedarf ad hoc gebucht und wieder abbestellt werden kann. In Sachen Effizienz und Flexibilität lassen Clouds alle bislang bekannten Outsourcing-Modelle weit hinter sich.“

Das neue Service-Paradigma der IT eigne sich für Unternehmen jeder Ausrichtung und Größe; es könne vor allem Startups in der Gründungsphase spürbar entlasten.

Odej Kao ist einer der Initiatoren der Berlin Cloud-Based Infrastructures (BCI) – eines ambitionierten Projekts, an dem auch Forscher vom TU-Lehrstuhl für Datenbanken und Informationsmanagement sowie das IT-Service-Center der TU (tubIT) beteiligt sind.

Gemeinsam wollen sie eine großdimensionierte Cloud-Umgebung aufbauen und dabei wissenschaftlich fundierte Aussagen über technologische Voraussetzungen und ökonomische Auswirkungen des neuen IT-Modells gewinnen.

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posted am 17.02.2017 um 14:43 von Unregistriert


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