eGovernment in Berlin Wohngeldantrag geht online

Autor: Manfred Klein

Die Auszahlung der Corona-Hilfen hat in den vergangenen Monaten immer wieder Probleme gemacht – nicht nur in Berlin. Bessern soll die Situation nun der digitale Wohngeldantrag in Berlin. Neues gibt es auch aus vom IT Deinstleister des Landes Berlin.

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In Berlin ist der digitale Wohngeldantrag online gegangen
In Berlin ist der digitale Wohngeldantrag online gegangen
(© cbies – stock.adobe.com)

Zur Einführung des digitalen Wohngeldantrags heißt es aus dem Berliner Innensenat: „Kurzarbeit oder der komplette Wegfall von Einnahmen durch die Corona-Krise, bereiten vielen Berlinerinnen und Berlinern finanzielle Sorgen. Ein Mietzuschuss oder ein Lastenzuschuss bei Eigentum, kann in dieser Situation eine große Hilfe sein. Um die Beantragung zu vereinfachen, stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ab sofort einen Online-Wohngeldantrag zur Verfügung.“

Seit dem 6. April können Berlinerinnen und Berliner nun auf dem Berliner Service Portal den Online-Wohngeldantrag ausfüllen und die nötigen Anlagen digital einreichen. Zum einen für den Mietzuschuss und zum anderen für den Lastenzuschuss für Wohneigentümerinnen und Wohnungseigentümer.

Der Wohngeldrechner der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gibt zudem einen Überblick über die zu erwartende Höhe des Zuschusses:

Wenke Christoph, Berliner Staatssekretärin für Wohnenm erklärte dazu: „Der digitale Wohngeldantrag ergänzt die bestehenden Angebote und sorgt für schnellere Bearbeitungszeiten. Allein im vergangenen Jahr wurden durch die bezirklichen Wohngeldstellen rund 68.000 Anträge bearbeitet; der Bedarf an finanzieller Unterstützung ist weiterhin hoch. Das neue Angebot soll den Zugang zu Hilfen erleichtern und so dazu beitragen, dass sich gerade in Corona-Zeiten keine Berlinerin und kein Berliner Sorgen um ein sicheres Zuhause machen muss.“

Sabine Smentek, Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, ergänzte: „Es ist uns gelungen, einen komplexen Prozess durch unseren Basisdienst Digitaler Antrag zu vereinfachen. Seitenlange Papieranträge gehören damit zur Vergangenheit. Antragsstellende werden nun durch ein intelligentes, digitales Formular geleitet. Damit wird sowohl der zeitliche Aufwand beim Ausfüllen als auch bei der Bearbeitung in der Behörde wesentlich reduziert.“

Der technische Betrieb des Basisdienstes Digitalen Antrags liegt beim ITDZ Berlin als zentralem IT-Dienstleister des Landes Berlin. Es betreibt die erforderliche Server-, Netz- und IT-Sicherheitsinfrastruktur in der privaten BerlinCloud seines vom BSI zertifizierten Hochsicherheitsrechenzentrums.

Apropos ITDZ. Der Verwaltungsrat hat Anne Lolas als stellvertretende Vorständin des IT-Dienstleistungszentrum Berlin bestellt. In ihrer Verantwortung liegt insbesondere die technische Steuerung des ITDZ Berlin. Hierzu zählen etwa die zentrale IKT-Infrastruktur, die Rechenzentren, das Berliner Verwaltungsstadtnetz sowie die IT-Sicherheit.

Anne Lolas ist bereits seit 2018 in leitender Funktion im ITDZ Berlin beschäftigt. Zuletzt verantwortete sie als Abteilungsleiterin des Service Centers unter anderem das Bürgertelefon 115 sowie das Druckzentrum des kommunalen IT-Dienstleisters. Als Leiterin des Notfallstabs des ITDZ Berlin trug sie maßgeblich zur schnellen Umsetzung von Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise im Land Berlin bei.

Neben der Sicherstellung des laufenden IT-Betriebs und der kurzfristigen Bereitstellung von Homeoffice-Lösungen für die Berliner Verwaltung gehörten dazu auch der Aufbau der zentralen Impf-Hotline und die IT-Unterstützung für die Berliner Impfzentren.

Anne Lolas erklärte anlässlich ihrer Berufung: „Eine moderne, sichere und zuverlässige IT-Technik ist die Basis für eine erfolgreiche Digitalisierung der Berliner Verwaltung. Bestehende Lösungen kunden- und anwenderorientiert weiterzuentwickeln und den Einsatz neuer Technologien voranzutreiben sind spannende und herausfordernde Aufgaben, auf die ich mich sehr freue“.

Anne Lolas ist Diplom-Kauffrau. Nach ihrem Studium setzte sie ihre Forschungsarbeiten am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung fort und baute als Freelancer ein Start up-Unternehmen im Digitaldruck mit auf. Als angestellte und selbständige Unternehmensberaterin leitete sie Reorganisations- und IT-Projekte im Mittelstand und Konzernen verschiedener Branchen. Darüber hinaus war sie mehrere Jahre für den Generali-Konzern in der Strategieabteilung sowie als Führungskraft des eigenen Call Centers tätig.

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