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Best Practice beim eGovernment Wissensmanagement in einer Bundesbehörde

| Autor / Redakteur: Henning Böske, Tanja Wohlert, Peter Geißler / Gerald Viola

Trotz langjähriger Forschungsarbeiten und einer Vielzahl von Publikationen zum Thema Wissensmanagement ist der Bedarf an praktikablen Lösungen in Unternehmen und der Öffentlichen Verwaltung ungebrochen hoch. Die besondere Herausforderung liegt darin, unterschiedliche theoretische Ansätze auf die konkreten Erwartungen und Bedürfnisse der spezifischen Organisation anzuwenden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Notwendigkeit, adäquate Lösungen und Maßnahmen im Umgang mit Wissen bereitzustellen und in der Öffentlichen Verwaltung einzuführen, resultiert aus der originären Verwaltungsarbeit selbst. Durch den Vollzug von Gesetzen und anderen Regelwerken und der vorgeschriebenen Nachvollziehbarkeit des Verwaltungshandelns kann diese als ausgesprochene Wissensarbeit bezeichnet werden.

Über diese allgemeinen Merkmale der Wissensarbeit in der Öffentlichen Verwaltung hinaus prägt die dynamische Entwicklung des Themas „Emissionshandel“ die Wissensarbeit in der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt. Da ständig neues Wissen entsteht, fordert sie von den Mitarbeitern ein hohes Maß an Recherche und einen dauerhaften Lernprozess. Gleichzeitig muss das erarbeitete Wissen einem breiten Kreis von Anwendern praxisgerecht zur Verfügung stehen.

Die DEHSt setzt den Emissionshandel der Europäischen Union (EU) und die projektbasierenden Mechanismen (Joint Implementation und Clean Development Mechanism) als marktwirtschaftliche Klimaschutzinstrumente des Kyoto-Protokolls in Deutschland um. Sie arbeitet eng mit den Unternehmen der deutschen Wirtschaft zusammen, deren Anlagen dem EU-Emissionshandel unterliegen, und unterstützt die im Emissionshandel tätigen sachverständigen Stellen.

Ziel ist es, den Emissionshandel zum ökologischen und ökonomischen Erfolg zu führen.

Die DEHSt kommuniziert dabei weitgehend elektronisch, wobei Anträge, Berichte und Bescheide elektronisch qualifiziert signiert eingehen und versendet werden. Der Einsatz einer IT-gestützten Vorgangsbearbeitung ermöglicht eine medienbruchfreie elektronische Aktenführung sowie die Steuerung von Workflows. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten fachübergreifend in Projekten zusammen.

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