Fraunhofer und BearingPoint erweitern Angebot

„Wissenschaftliche Begleitforschung unerlässlich für eGovernment“

| Redakteur: Manfred Klein

BearingPoint eröffent De-Mail-Showroom in Berlin
BearingPoint eröffent De-Mail-Showroom in Berlin (Foto: BearingPoint)

Fraunhofer FOKUS und BearingPoint erweitern ihr Angebot an eGovernment-Beratungsdiensten. Mit einem eigenen Forschungszentrum will Fraunhofer den Einsatz von Informationstechnologie in Öffentlichen Verwaltungen wissenschaftlich untersuchen. Und BearingPoint will mit einem Showroom die Verbreitung der De-Mail unterstützen.

Das am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS ansässige neu eingerichtete Kompetenzzentrum Öffentliche Informationstechnologie (ÖFIT) wird durch das Bundesministerium des Innern (BMI) gefördert.

Im ÖFIT arbeiten über 15 Wissenschaftler an Zukunftsfragen rund um den Einsatz von Informationstechnologien im Öffentlichen Sektor. Das Team will sich bei seiner Arbeit nicht nur auf technische Infrastrukturen konzentriert, sondern darüber hinaus praktikable Konzepte, Anwendungen und Prototypen entwickelt.

Das Kompetenzzentrum will die (Weiter-) Entwicklung von Strategien und Roadmaps für die föderale öffentliche IT-Infrastruktur unterstützen, die Interoperabilität von IT durch Begleitforschung im Bereich Normen und Standards fördern sowie Vorschläge für effiziente Prozesse, sichere IT-Lösungen und übergreifende IT-Architekturen für die gesamte Öffentliche Verwaltung erarbeiten.

ÖFIT soll zudem Open-Source-Lösungen beobachten und bewerten, sowie die strategische Ausrichtung von sicheren Identitäten und vertrauenswürdiger Kommunikation begleiten und Zukunftsforschung für die Entwicklung von IT im öffentlichen Raum betreiben.

„Ich freue mich, dass mit Fraunhofer FOKUS eine etablierte Forschungseinrichtung das Thema öffentliche Informationstechnik aufgreift. Die Öffentliche Verwaltung ist auf eine unabhängige wissenschaftliche Begleitung in diesem an Bedeutung gewinnenden Bereich dringend angewiesen“, sagt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

Leiter des Kompetenzzentrums ist Jens Fromm.

Mit dem Inkrafttreten des De-Mail-Gesetzes und den ersten akkreditierten De-Mail-Providern soll eine neue Ära beim Versand elektronischer Dokumente einleiten. Allerdings wird das Verschlüsselungskonzept von Datenschützern derzeit wieder heftig kritisiert und in den Öffentlichen Verwaltungen gibt es viele Fragen zum Einsatz von de-Mail-Lösungen.

Um das Thema (be)greifbar zu machen, hat die Management- und Technologieberatung BearingPoint in ihrer Berliner Niederlassung den ersten De-Mail-Showroom eröffnet. Besucher können hier De-Mail anhand von Anwendungsbeispielen live erleben und sich darüber informieren, was sich hinter De-Mail verbirgt und welche Veränderungen in der Kommunikation damit verbunden sind.

Der Showroom soll zudem Unternehmen, die über den Einsatz von De-Mail nachdenken, bei ihrer Entscheidung für den geeigneten Provider und die einzusetzenden Komponenten und Schnittstellen unterstützen.

Dazu Erwin Schwärzer, Referatsleiter IT 1, Bundesministerium des Innern: „Mit dem De-Mail-Gesetz hat das Bundesministerium des Innern die Grundlagen für De-Mail geschaffen. Jetzt geht es darum, De-Mail möglichst schnell in der Öffentlichen Verwaltung zu etablieren. Da kommt ein Showroom wie gerufen. De-Mail wird so besser greifbar und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten werden sichtbar.“

Und Marina Ebel, Spartenleiterin IT, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), erklärte anlässlich der Eröffnung: „Die Übertragung der Rechtssicherheit der heutigen Papierpost auf die elektronische Welt ist eine große Herausforderung. Die BImA als Immobiliendienstleister des Bundes plant künftig auch die herkömmliche briefgebundene Kommunikation mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung auf elektronischem Wege mit entsprechender Rechtssicherheit abzubilden. Aus diesem Grund brauchen wir De-Mail. Der Showroom von BearingPoint ist eine sehr gute Plattform, um für dieses Thema zu sensibilisieren und um über De-Mail praxisnah informiert zu werden.“

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