Zukunftsorientierte Lösung für Forschungsverbund Wissensaustausch und optimale Zusammenarbeit

Autor / Redakteur: Susanne Garhammer / Gerald Viola

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung bündelt als Zusammenschluss aus fünf Instituten die K­ompetenz der Wissenschaftler, um Diabetesforschungsprojekte erfolgreich umzusetzen. Auf Basis von Microsoft SharePoint 2010 hat infoWAN eine Plattform für Wissenschaftler geschaffen, die Zusammenarbeit und Wissensaustausch unterstützt.

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(Foto: Michael Haggenmueller)

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) ist ein nationaler Verbund, der Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung aus fünf Instituten bündelt. Das DZD will mit modernen Technologien, Methoden und Forschungsansätzen Strategien entwickeln, um das Diabetesrisiko frühzeitig zu erkennen, Folgeerkrankungen zu vermeiden und zu individualisierten Therapien beizutragen.

„Neben der organisatorischen Umsetzung dieses Forschungsverbundes mussten wir es schaffen, dass die Zusammenarbeit auch auf technischer Basis optimal funktioniert. eMail-Kommunikation ist hierfür alleine nicht ausreichend. Wir wollten ein Werkzeug für die interaktive Zusammenarbeit schaffen“, erklärt Dr. Astrid Glaser, Geschäftsführerin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

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Das DZD suchte eine Lösung, die die Kommunikation verbessert und eine Plattform bietet, um effizient und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Die Herausforderung dabei war es, dass jedes der Institute eigenständig arbeitet und dabei auch verschiedenste IT-Umgebungen genutzt werden – beispielsweise Linux-, Novell- oder Microsoft-Betriebssysteme sowie Windows-PCs oder Macs als Rechnerplattform.

Schnelle und kompetente Projektumsetzung

Nach einem Ausschreibungsverfahren, der Evaluierung von drei Lösungen und einem umfassenden Workshop entschieden sich Dr. As­trid Glaser und ihre Kollegen für infoWA­N als Dienstleistungspartner und Microsoft SharePoint Server 2010 als Plattform für die Zusammenarbeit der verschiedenen Institute.

Das DZD war unter anderem beeindruckt von den umfassenden Möglichkeiten des Datenmanagements und des einfachen Handlings der Microsoft- Lösung. Microsoft SharePoint ermöglicht es, Informationen sicher mit anderen zu teilen, effektiver zusammenzuarbeiten, Inhalte über den gesamten Lebenszyklus zu verwalten, Informationen und Personen einfach zu suchen und zu finden, Entscheidungen auf Basis relevanter Informationen zu treffen und dynamische Prozessanwendungen einfach bereitzustellen. Innerhalb von drei Monaten hat infoWAN das Projekt zusammen mit dem DZD und dem Helmholtz Zentrum München umgesetzt. In dessen Rechenzentrum wird die Plattform heute betrieben.

Dr. Wolfgang zu Castell, Leiter der Abteilung Scientific Computing des Helmholtz Zentrum München, ist sehr zufrieden: „infoWAN ist ein äußerst serviceorientiertes Unternehmen. Die kompetenten IT-Spezialisten bieten eine umfassende Beratung, gehen auf die Bedürfnisse der Kunden ein und sorgen gleichzeitig dafür, dass das Projekt auch zeitgerecht umgesetzt wird.“ Dabei bestand eine der größten Herausforderungen in der technischen Umsetzung des Benutzermanagements.

Die neue SharePoint-Plattform des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung heißt DZD PartnerNet. Das DZD PartnerNet ermöglicht die umfassende und ortsunabhängige Zusammenarbeit der rund 250 Wissenschaftler in virtuellen Teams. Die Wissenschaftler können so heute von verschiedenen Standorten aus in geschlossenen Projekträumen zusammenarbeiten und die Forschungsprojekte strukturiert verwalten.

Gemeinsam in virtuellen Teams arbeiten

Dr. Astrid Glaser: „Der primäre Gedanke war, eine zentrale Informationsplattform für den Austausch von Wissen, Forschungsergebnissen und Dokumentationen zu schaffen – eine Plattform für Forschungsprojekte, die die Zusammenarbeit fördert.“ Die Vergabe der Rollen und Rechte beschreibt Dr. Brigitte Krenn, Projektverantwortliche für das DZD PartnerNet, als besondere Her­aus­forderung in diesem Projekt, die gemeinsam mit infoWAN sehr gut umgesetzt werden konnte.

Projekte effizient aufsetzen, verwalten & dokumentieren

Die Wissenschaftler können Dokumente, Publikationen und Daten zu den jeweiligen Projekten oder Themen ablegen und einsehen, Termine vereinbaren, Aufgabenlisten anlegen, Veranstaltungen ankündigen und eine Conferencing-Lösung nutzen.

Auch administrative Angelegenheiten, wie beispielsweise Freigabeprozesse lassen sich im DZD PartnerNet sehr effizient abwickeln. Das DZD PartnerNet fungiert somit auch als Werkzeug für das Projektmanagement und die Darstellung des Projektfortschritts. Auf dieser Projektmanagement-Plattform für Forschungsprojekte ist heute auch ein SOP-Register eingebunden.

SOP steht dabei für Standard Operating Procedure – ein Vorgehensmodell für klinische Studien, um vergleichbare Ergebnisse zu liefern und diese auch nutzen zu können. Darüber hinaus ist auch das Nachwuchsförderprogramm in das DZD PartnerNet eingebunden:

Auf der SharePoint-Plattform sind die Termine für Workshops und Kurse sowie Informationen zu Grants und Awards hinterlegt. Zudem können hier Anträge direkt eingestellt werden. Ebenso nützlich für das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung ist das Mitarbeiterverzeichnis.

Alle am DZD beteiligten Wissenschaftler der fünf Institute finden die Kontaktinformationen der Kollegen, können sich über die Spezialgebiete anderer Forscher informieren und Experten zu einer bestimmten Thematik ausfindig machen.

Schritt für Schritt wird das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung auch weitere Funktionen in die SharePoint-Lösung integrieren, um den Wissenschaftlern und Forschern zusätzliche Services anbieten zu können.

Weiterer Ausbau geplant

Hierzu zählt beispielsweise ein Veranstaltungsmanagement, das alle Reiseinformationen zur Verfügung stellt und die Anmeldungen automatisiert abwickelt. Darüber hinaus plant das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung auch die Verknüpfung mit weiteren Plattformen wie Biobanken und klinischen Studienplattformen.

Die Geschäftsführerin Dr. Astrid Glaser resümiert: „Das DZD PartnerNet ist mit einer der Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit der Wissenschaftler und Forscher sowie die effiziente Umsetzung unserer Netzwerkprojekte. Wir haben damit eine leistungsstarke Plattform geschaffen, die wir kontinuierlich ausbauen und verbessern werden.“

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