Interview

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Controlling-Instrument

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Sie haben einmal geäußert, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen seien für die Justiz in Niedersachsen ein strategisches Steuerungsinstrument zur Entwicklung des IT-Portfolios. Was verstehen Sie unter einem solchen Ansatz?

Guise-Rübe: Für uns geht die Bedeutung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen weit über eine punktuelle Berechnung der Wirtschaftlichkeit in der Frühphase eines Projekts hinaus. Projektoptionen werden frühzeitig wirtschaftlich bewertet und miteinander verglichen. Dabei ziehen wir stets sowohl technologische als auch durch die technische Lösung eröffnete organisatorische Optimierungspotenziale in Betracht. Nur die Gesamtbetrachtung von Organisation, Arbeitsabläufen und Technologie erschließt das vollständige wirtschaftliche Potenzial. Diese Vorgehensweise ermöglicht uns ein durchgängiges Benchmarking unserer Projektoptionen.

Mit dem Übergang in die Projektierung wird die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung detailliert. Wir orientieren uns dabei an den Empfehlungen des WiBe-4.0-Konzepts für Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen in der Verwaltung. Die erstellte Fassung wird stetig fortgeschrieben, sodass sie immer den aktuellen Stand der Wirtschaftlichkeit des Projekts widerspiegelt. Dabei beschränkt sich die Betrachtung nicht auf eine Reflexion der fortschreitenden Projektrealität. Vielmehr nutzen wir die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Controllinginstrument, um das Projekt zu steuern. Damit lassen sich die voraussichtlichen Auswirkungen geplanter Änderungen vor einer abschließenden Entscheidung sowohl unter Kosten- als auch unter Nutzenaspekten beurteilen.

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