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Interview Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Controlling-Instrument

| Redakteur: Manfred Klein

Die Erneuerung der IT-Infrastruktur der niedersächsischen Justiz ist eines der großen IT- und eGovernment-Vorhaben des Landes. Niedersachsen erhofft sich durch mit@justiz nicht nur Kosteneinsparungen – das Vorhaben soll auch dazu beitragen, die Verwaltung für die kommenden Herausforderungen fit zu machen.

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Ralph Guise-Rübe unterstreicht die Rendite des Projekts
Ralph Guise-Rübe unterstreicht die Rendite des Projekts
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Projektverantwortliche, Ralph Guise-Rübe, beschreibt den aktuellen Projektstand.

Herr Guise-Rübe, Aufmerksamkeit erregte die niedersächsische Justiz als sie ankündigte, sie wolle von Windows NT direkt auf Windows Vista umrüsten und gleichzeitig an 15.000 Arbeitsplätzen Office 2007 einführen. Dieses Projekt ist jedoch nur ein Teil des wesentlich umfangreicheren Projektes mit@justiz. Welche Ziele verfolgt die Justizverwaltung mit diesem Projekt und wie stellt sich die Projektentwicklung aktuell dar?

Guise-Rübe: Jedes IT-Projekt der niedersächsischen Justiz muss sich an seinem Beitrag zur Erreichung unserer strategischen Ziele messen lassen: Kosteneffizienz des IT-Betriebs, höhere Qualität bei der Aufgabenabwicklung durch moderne Justizarbeitsplätze und Förderung der Verwaltungsmodernisierung durch eine flexible, dynamische IT. Im Zuge des Projekts mit@justiz nehmen wir fundamentale Innovationen bezüglich IT-Organisation und Technologie vor, um moderne Verwaltungsarbeitsplätze für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Bisher war die Justiz Niedersachsen lokal organisiert, was mit hohen IT-Kosten einherging. Zudem stellt die Struktur des ausgedehnten Flächenlands Niedersachsen eine Herausforderung an die IT dar. 180 Standorte waren über WAN-Verbindungen angeschlossen. Damit waren weder die Bereitstellung zentraler Dienste noch ein übergreifendes IT-Management mit einheitlicher Softwareverteilung und Monitoring umsetzbar.

Der IT-Betrieb wurde deshalb konsequent zentralisiert. Dies umfasst die Bereitstellung zentraler Dienste in den Bereichen Messaging, Verzeichnisdienst sowie Datei- und Druckdienste. Die Zahl dezentraler Server wurde erheblich reduziert. Verbleibende lokale Server werden durchgängig vom zentralen Technischen Betriebszentrum (TBZ) aus verwaltet. Darüber hinaus wurde ein zentrales Service Desk geschaffen, das alle Anwender betreut. Dabei wird konsequent nach der IT Infrastructure Library (ITIL) sowie dem Microsoft Office Operations Framework (MOF) gearbeitet. Das erhöht den Reifegrad der gesamten IT und somit die Qualität der Services deutlich. Die erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen. So hat eine kürzlich durchgeführte Benutzerumfrage ergeben, dass sich mehr als 90 Prozent der Befragten vom TBZ gut betreut fühlen.

Für unsere Mitarbeiter bedeutet dies, dass aus den lokal handelnden Allroundern zentral agierende Spezialisten werden – ausgerüstet mit modernster Computertechnik. Besonders für die Generation Internet bieten wir nun außerordentlich attraktive Arbeitsplätze.

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