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eGovernment-Interview „Wir sind der deutsche Spezialist für Verwaltungsmanagement“

| Redakteur: Gerald Viola

Seit zwei Jahrzehnten hat sich die Lübecker Softwareschmiede MACH AG in ihren Aktivitäten auf die Belange die Öffentlichen Verwaltungen konzentriert. Ein Unterfangen, das sich für die Aktiengesellschaft durchaus gelohnt hat.

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Zukunftsweisende Lösungen aus Lübeck: die Firmenzentrale der MACH AG
Zukunftsweisende Lösungen aus Lübeck: die Firmenzentrale der MACH AG
( Archiv: Vogel Business Media )

Doch auch wenn Vorstand Margrit Müller-Ontjes im Gespräch mit eGovernment Computing davon ausgeht, dass der Markt im kommenden Jahr schwieriger wird, sieht sie durchaus positiv gestimmt in die Zukunft.

Sie sind seit zwei Jahren Exklusivpartner des eGovernment Summit auf dem Peters-berg in Bonn. Warum engagieren Sie sich dort?

Müller-Ontjes: Hierfür sind zwei Gründe ausschlaggebend: Erstens diskutieren dort die wesentlichen Akteure für eGovernment in Deutschland. Das ist ein kleiner, exklusiver Kreis. Man hat sonst kaum die Gelegenheit, in so kurzer Zeit so viele Impulse aufzunehmen und sich auszutauschen. Außerdem sorgt der Teilnehmerkreis dafür, dass tatsächlich inhaltlich diskutiert wird, und keine „Sonntagsreden“ vor großem Publikum gehalten werden. Zweitens werden beim Summit aus unserer Sicht die richtigen politischen Themen zu den Feldern eGovernment, Effizienzsteigerung, Bürokratieabbau und Management öffentlicher Einrichtungen diskutiert. Dabei wird die IT als das behandelt, was sie ist, nämlich ein Werkzeug, um bestimmte Aufgaben effizient zu erfüllen.

Auf dem Petersberg, aber auch bei anderen Branchentreffs, etwa der CeBIT, wird intensiv über Shared Services diskutiert. Ein Modethema?

Müller-Ontjes: Ja und Nein. Bei dem Blick auf die Tagesordnungen der Fachkongresse kann man schon den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein Modethema handelt. Ich halte es aber für ein wichtiges Zukunftsthema für Öffentliche Verwaltungen, weil die Ziele von Shared Services überzeugen. Es geht darum, ähnliche und wiederkehrende Aufgaben zu vereinheitlichen und zu bündeln und damit fehlerfreier und schneller erledigen zu können. Im Gegenzug sollen gleichzeitig die Kernkompetenzen gestärkt werden. Wesentliche Voraussetzungen für die Zielerreichung sind meiner Einschätzung nach die Qualität der Service Center, die Konsequenz der Aufgabenübergabe und die Eleganz der Aufgabenschnittstellen. Richtig gelöst, wird sich dieser Weg langfristig als wirtschaftlich und erfolgreich erweisen.

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