Wissensmanagement und Open Government

Wir müssen teilen lernen

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Open Government als politisches Vorhaben

Welche Faktoren können deshalb zur Umsetzung der Maxime „Wissen teilen“, intern wie extern, zum Erfolg führen?

  • Rückendeckung der Führungsspitze: Wie bei jedem Veränderungsprojekt ist zunächst einmal eine klare Positionierung der Führungsspitze wichtig. Das Management sollte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon überzeugen, warum Wissen zu teilen gut ist, und sollte dies natürlich auch selbst vorleben. Wichtig dabei: Öffnung, Beteiligung, Transparenz als übergeordnete Prinzipien von Open Government müssen auch als politisches Vorhaben interpretiert und gesetzt werden. Das ist nicht nur ein Teilprojekt der Verwaltung, sondern staatliche Gesamtaufgabe. Es ist zwar kein Allheilmittel für politische Probleme, kann aber Quell neuer bürgerschaftlicher Legitimation sein.
  • Information und Kommunikation: Wer vom persönlichen und gesamtgesellschaftlichen Mehrwert des geteilten Wissens überzeugt ist, praktiziert es eher als Skeptiker oder Verweigerer, der auf seinem Wissens-Silo beharrt. Plausibel kann zum Beispiel wirken, dass Wissen ein wichtiger Pfeiler im Gedächtnis einer Institution ist. Beispiel Dataport: Bis 2025 werden über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen aus Altersgründen verlassen. Das ist fast ein Drittel der Belegschaft. Mit den „alten Hasen“ geht dem Unternehmen umfangreiches Wissen verloren, was mit einer Strategie zur bloßen Personalrekrutierung nur teilweise aufgefangen werden kann.

Aus diesem Grund muss der Wissenstransfer auf die nächste Generation kulturell und technisch unterstützt werden, technisch zum Beispiel durch Wikis.

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