Wissensmanagement und Open Government

Wir müssen teilen lernen

29.06.2011 | Autor / Redakteur: Matthias Kammer, Kirsten Wohlfahrt / Manfred Klein

Matthias Kammer sieht in Open Data eine Chance für eGovernment
Matthias Kammer sieht in Open Data eine Chance für eGovernment

Lesen, Schreiben, Rechnen sind Kulturtechniken. Im digitalen Zeitalter kommen noch zwei weitere hinzu: Internet-Kompetenz und das Vermögen, Wissen zu teilen. Auch die Verwaltung muss ihr Wissen stärker teilen, sowohl intern als auch extern mit den Bürgern. Sie sollen ebenfalls am Wissen der Verwaltung partizipieren.

Wissen ist eine Ressource, ein wichtiger Rohstoff. Der Umgang mit Wissen, vor allem die Fähigkeit, es zu teilen, hat mit der Open-Government-Bewegung neue Dynamik bekommen. Der Nukleus der Idee, der zugleich kritischer Erfolgsfaktor ist, hat erst einmal nichts mit Informationstechnik zu tun. Es geht nämlich darum, dass Staat und Verwaltung ihr Wissen teilen, sich also öffnen, und das dezentral vorhandene Wissen der Bürger in ihr Handeln einbeziehen.

Open Government ist zwar eine Konsequenz der Durchdringung unseres Lebens mit den Spielregeln des Web 2.0. Doch geht es dabei eigentlich um schon bekannte Themen: Nachvollziehbarkeit, Partizipation und die Frage, wie das Verhältnis von Bürger und Staat künftig gestaltet werden soll. Ziel von Open Government ist nämlich eine offene Staatsführung – und zwar durch folgende Prinzipien: Transparenz von Entscheidungen und Verwaltungsdaten („Open Data“), Partizipation und Kollaboration.

Staat und Verwaltung sollen keine Blackbox mehr sein. Sie sollen sich öffnen und externe Akteure, also die Bürger, teilhaben lassen. Nachvollziehbarkeit des staatlichen Handelns und Beteiligung der Bürger setzen voraus, dass Staat und Verwaltung ihnen ihre Informationen zur Verfügung stellen – und zwar auf Augenhöhe. Das erfordert einen Kulturwandel. Denn Wissen zu teilen, ist schlicht die Abkehr vom Prinzip „Wissen ist Macht“.

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