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Service auf „fremden“ Servern Wir lassen schützen

| Autor / Redakteur: Gerold Hahn / Gerald Viola

Cloud Computing ist das Gebot der Stunde. Man öffne eine beliebige IT-Zeitschrift oder IT-Website: Ohne Cloud Computing geht gar nichts mehr. Auf der CeBIT verkündete jede zweite Firma Pläne, mit Cloud Computing ein neues Zeitalter einzuleiten, am besten im Gespann mit Green IT und dem energieeffizienten Rechenzentrum. Was steckt hinter dem Wortgerassel?

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( Archiv: Vogel Business Media )

Im Fünfjahres-Rhythmus wechselt die IT-Branche ihre „Begriffshemden“. Was 2005 unter dem Begriff „Software as a Service“ gepriesen wurde, heißt heute „Cloud Computing“. Diese IT-Dienste in der Wolke bezeichnen keine neue Technologie, sondern stehen für eine Strategie des IT-Managements, des nicht sonderlich neuen Auslagerns von IT-Dienstleistungen.

Wenn man am wolkigen Begriff festhalten will, ist Cloud Computing eine IT, die losgelöst von einer konkreten Infrastruktur betrieben wird. Bis auf ein lokales Anzeigegerät in Form eines PCs, Laptops oder Smartphones mit einem Web-Browser sind beim Cloud Computing alle IT-Leistungen virtualisiert und können irgendwo auf der Welt erfolgen. Was lokal übrig bleibt, ist eigentlich nur die IP-Adresse für den Zugriff auf die IT – und das Bezahlen der IT-Leistungen.

Weil Cloud Computing nur eine modische Umschreibung für eine IT-Strategie ist und keine eigenständige Technologie, ist die Größe eines Rechenzentrums in der Öffentlichen Verwaltung und bei Behörden nicht wichtig. Dennoch wird Cloud Computing gern im Zusammenhang mit Beispielen genannt, in denen große Behörden, Ministerien oder Institutionen ihre IT auf die Wolke verlagern.

Bei ihnen liegt der Kostenvorteil durch die wegfallende IT-Infrastruktur viel höher als in einem kommunalen Betrieb oder einer kleinen Stadtverwaltung mit knapp 20 oder wenig mehr Mitarbeitern, entsprechend wenigen Rechnern und einem kleinen Server. Dennoch kann sich auch hier der Einstieg ins Cloud Computing für solche Institutionen lohnen – wenn ihnen die Nachteile der Technik bekannt sind.

Bislang gibt es eine Reihe von Haftungs- und Datenschutzfragen, die von den Befürwortern des „Cloud Computings“ souverän ignoriert werden. Man nehme nur die verschiedenen Angebote einer Datensicherung in der Wolke, zu denen hochverfügbare Server mit entsprechenden Backup-Systemen bereitstehen, irgendwo in Deutschland, hoch abgesichert – beispielsweise in einem hübsch ausgebauten Bergwerk.

Wie sieht es bei solchen Angeboten mit der Verschlüsselung der Daten für den Nutzer des Cloud Computings aus? Sind die Haftungsfragen grundsätzlich nach deutschem Recht geklärt? Solange diese Dinge nicht klar sind, ist es für jeden Anwender des Cloud Computings besser, selbst die Daten zu speichern und zu sichern.

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