Microsoft bringt Windows 10 am 29.Juli

Windows 10: auf der Zielgeraden

Seite: 4/4

Firma zum Thema

Neunmal Windows 10

Windows 10 wird zunächst in vier verschiedenen Versionen für PCs, Tablets und Notebooks erscheinen: Windows 10 Home für Heimanwender, Windows 10 Pro für Profi-Anwender und kleinere Unternehmen ohne Volumenlizenz, Windows 10 Enterprise für größere Firmen und Windows 10 Education für den Bildungsbereich. Die Pro-Version bietet zusätzlich die Möglichkeit, einer Domäne beizutreten und Gruppenrichtlinien anzuwenden. Zudem können Datenträger per Bitlocker verschlüsselt werden und eine Fernsteuerung mittels Remote-Desktop ist möglich.

Die Enterprise- und die Education-Versionen verfügen über den gleichen Funktionsumfang. Der Startscreen und der Zugriff auf Apps sind per Gruppenrichtlinie konfigurierbar. Bei auch privat genutzten Rechnern findet mit Enterprise Data Protection (EDP) eine klare Abgrenzung zwischen persönlichen und geschäftlichen Containern und Apps statt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 18 Bildern

Windows 10 wird aber auch auf weiteren Geräten Einzug halten. Für Smartphones und neue Tablets mit einem Screen unter acht Zoll Diagonale kommen Windows 10 Mobile und Windows 10 Mobile Enterprise. Dazu kommen noch eine spezielle Internet-of-Things-Version von Windows 10, sie löst die bisherigen Embedded-Versionen ab, sowie später weitere Varianten für die Xbox One und die Augmented-Reality-Brille Hololense.

Apps für Windows 10 sollen sich ohne großen Aufwand so programmieren lassen, dass sie als Univerals Apps auf allen Windows-10-Geräten funktionieren, also auch auf Smartphones, der Xbox One und der Hololense.

Windows als Service

Das Warten auf Service-Packs wird bei Windows 10 der Vergangenheit angehören. Microsoft will das neue Windows kontinuierlich durch Funktionsupdates verbessern und erweitern. So wird etwa Cortana neue Tricks lernen und auch der Edge-Browser wird um noch fehlende Funktionen ergänzt. Diese Funktionsupdates kommen automatisch und sie können nicht ignoriert oder blockiert werden. Microsoft nennt das „Current Branch“.

In diesen Update-Bereich fallen zunächst auch die die Professional-, die Enterprise- und die Education-Versionen. Allerdings haben die Administratoren in Firmen die Option, für Updates in den Bereich „Current Branch for Business“ zu wechseln. Hier können Updates vor der Installation erst einmal getestet werden. Zudem können Updates hier über ein Peer-to-Peer-Verfahren im lokalen Netz verteilt werden und ihre Verwaltung lässt sich in das Microsoft System Center integrieren. Nach einer Frist von wahrscheinlich 120 Tagen müssen Funktionsupdates aber auch hier installiert werden.

Für Firmen, die Windows 10 etwa für die Steuerung von Geräten wie Computer-Tomographen oder Oszilloskopen einsetzen wollen und daher auf einen fest definierten Funktionsstand über mehrere Jahre hinweg angewiesen sind, können Windows 10 Enterprise als Long-Time-Service-Version nutzen. Hier werden nur Sicherheitsupdates automatisch installiert.

(ID:43517820)