Microsoft bringt Windows 10 am 29.Juli

Windows 10: auf der Zielgeraden

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Auch Cortana auf Windows-10-Rechnern ist in gewissen Grenzen lernfähig. So erschließt die Software aus Positionsdaten, wo man arbeitet oder wo man zuhause ist und wann man üblicherweise Haus oder Arbeitsplatz verlässt. So bekommt man rechtzeitig Hinweise zu Route und Fahrzeit. Auch bei Terminen mit Ortsangabe erinnert Cortana rechtzeitig an den Abfahrtstermin unter Berücksichtigung des Verkehrs. Welche Daten Cortana sammelt und sammeln darf, kann der Anwender selbst einsehen.

Viele Spracheingaben, etwa das Kommando, eine eMail an eine bestimmte Person zu schreiben, quittiert Cortana derzeit noch mit dem Hinweis auf spätere Updates. Sie ist genauso eine „Work in Progress“, wie der neue Webbrowser Edge, der den Internet Explorer ersetzt. Er basiert auf einer gleichnamigen neuen Engine, die schneller und standardkonformer ist, als die Trident-Basis des bisherigen Internet Explorer.

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Mit dem Lesemodus hat Microsoft ein Feature integriert, das andere Browser schon länger bieten: Ein Online-Artikel kann in ein lesefreundlicheres Format übertragen werden. Neu ist dagegen eine Funktion, mit der man einzelne Webseiten quasi einfrieren, mit Anmerkungen versehen und über Kanäle wie Twitter, Facebook oder Onenote teilen kann. Die Seite selbst mit allen Links bleibt dabei voll funktionsfähig. Besonders gut können Anmerkungen auf Tablets mit Stift gemacht werden. Webseiten lassen sich nun auch ohne zusätzliche Software als PDF speichern.

Später soll Edge auch noch mit Plugins erweitert werden. Microsoft orientiert sich dabei an Googles Chrome. Bei den Windows-10-Versionen für professionelle Anwender ist der Internet Explorer 11 zusätzlich vorinstalliert, da viele ältere Firmenanwendungen ActiveX benötigen und Edge nur noch HTML5 unterstützt.

Die aus Windows 8 und 8.1 bekannte Charms-Leiste wird durch ein Info-Center ersetzt. Es erlaubt einen schnellen Zugriff auf Funktionen wie die WLAN-Verbindung, Bluetooth, die Display-Helligkeit oder den Stromsparmodus bei Mobilgeräten. Zudem werden Meldungen von Programmen oder Apps wie eMail oder Twittter angezeigt.

Die primäre Systemsteuerung nennt sich jetzt „Alle Einstellungen“ und ist modernisiert und für die Touch-Bedienung optimiert. Praktisch ist die Anzeige der Speichernutzung. Man sieht nun auf einen Blick, wie viel Platz auf Festplatte oder SSD etwa durch Bilder, Dokumente oder Musik belegt wird. Im Bereich „Apps und Features“ wird nun auch angezeigt, welchen Platz herkömmliche Windows-Programme auf dem Massenspeicher belegen. Die bisherige Systemsteuerung ist aus Kompatibilitätsgründen ebenfalls noch vorhanden, da manche Programme oder Gerätetreiber eigene Systemsteuerungsapplets installieren. Die sind dann aber auch über das neue Einstellungsmenü zugänglich.

Eine wichtige Neuheit für viele Heimanwender wird DirectX 12. Die jüngste Version der Grafik- und Spiele-API steht nur auf Windows 10 zur Verfügung. Sie wird nicht nur neue Funktionen für Spiele-Entwickler bereit stellen, sondern vor allem für eine höhere Performance bei Spielen sorgen, da die GPUs unmittelbarer angesprochen werden können und DX12 auch die CPU-Cores effizienter nutzt. Besitzer der Spielekonsole Xbox One werden Games auf Windows-10-Rechner streamen können.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, wer Windows 10 gratis bekommen wird.

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