Elektronischer Personalausweis

Wie viel Unterschrift braucht der Mensch?

05.08.2008 | Redakteur: Manfred Klein

Staatssekretär Dr. Beus im Gespräch mit Jochen Baier; rechts daneben Holger Wosnitza, Dirk Thomas Wagner, Dr. Michael Tschichholz
Staatssekretär Dr. Beus im Gespräch mit Jochen Baier; rechts daneben Holger Wosnitza, Dirk Thomas Wagner, Dr. Michael Tschichholz

Auf Einladung der eGovernment Computing nahm der Beauftragte des Bundes für Informationstechnik, Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, an der Sitzung des Redaktionsbeirats teil. Auf der Sitzung unterstrich er vor allem die Bedeutung des elektronischen Personalausweises und der geplanten Bürgerportale für die Entwicklung von eGovernment in Deutschland. Beus warb ebenfalls für den Aufbau eines einheitlichen und sicheren Kommunikationsnetzes für die Verwaltungen in Deutschland. Der Beirat unterstützte die Ausführungen von Beus, brachte aber auch Verbesserungsvorschläge ein.

Die Sitzung fand im in den Räumen des eGovernment-Zentrums der IBM Deutschland GmbH statt. Gastgeber Michael A. Maier, verantwortlich für den Geschäftsbereich Öffentliche Dienste bei IBM in Deutschland, begrüßte Staatssekretär Hans Bernhard Beus mit den Worten: „Herr Staatssekretär Beus, ich freue mich sehr, Sie hier im eGovernment-Zentrum der IBM begrüßen zu dürfen. Ich freue mich ebenfalls sehr, hier mit Ihnen und den Anwesenden des Redaktionsbeirats ein Thema diskutieren zu können, das mir sehr am Herzen liegt.“

Informationstechnologie als Steuerungsinstrument

Maier fuhr fort: „Ich weiß, dass Sie im Augenblick – seitdem Sie die Funktion des Beauftragten des Bundes für Informationstechnik übernommen haben – geradezu bestürmt werden mit ganz unterschiedlichen Anfragen. Umso mehr freue ich mich, dass Sie der Einladung des Redaktionsbeirates der eGovernment Computing folgen konnten. Das Thema Informationstechnologie wird in Deutschland ja intensiv diskutiert. Ich weiß auch, dass die Wirtschaft nicht glücklich darüber ist, welche organisatorische Form die Implementierung des CIOs des Bundes gefunden hat. Wie wir alle wissen, gingen sowohl die Vorstellungen des Branchenverbandes BITKOM wie auch die der großen IT-Unternehmen sehr viel weiter. Ich bin aber dennoch der festen Überzeugung, dass die Einführung der Funktion des Bundesbeauftragten ein Riesenschritt nach vorne ist.“ Diese Auffassung, so Maier weiter, bestätige sich auch in all seinen Gesprächen mit Geschäftspartnern und Unternehmen, die sich im Public-Sector-Bereich bewegen.

„Es ist ein großer Schritt nach vorn, dass es diese Organisationsform gibt und dass das Thema Informationstechnologie dadurch in der Politik und in der Verwaltung sehr viel tiefer verankert ist, als dies vorher der Fall gewesen ist. Und es ist ein Riesenschritt nach vorne, um unser aller Anliegen – nämlich die Informationstechnologie als Steuerungsinstrument und als Werkzeug zur Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme – auf die politische Ebene zu heben“, so Maier.

Mit diesem Schritt werde der Informationstechnologie auf der politischen Bühne auch endlich jenes Gewicht gegeben, das „nach unser aller Meinung für die Lösung der anstehenden gesellschaftlichen Aufgaben unabdingbar ist“.

In seinem Vortrag unterstrich Staatsekretär Beus die Bedeutung zentraler IT-Projekte der Bundesregierung, wie etwa die Einführung von Bürgerportalen und des elektronischen Personalausweises sowie den Aufbau einer bundesweiten sicheren Netzwerkinfrastruktur im Rahmen der Initiative Deutschland-Online. Staatssekretär Hans Bernhard Beus unterstrich dabei, dass die Bundesregierung die genannten Projekte mit Hochdruck vorantreibt. Dazu würden auch die derzeitigen Verhandlungen im Rahmen der Föderalismusreform II genutzt.

 

Deutschland-Online Infrastruktur

 

Der neue Personalausweis – die nächste Runde

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