Breitbandatlas

Wie schnell surft Deutschland?

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Weitere Datenquellen

Darüber hinaus speist sich der Breitbandatlas auch aus einer ganzen Reihe von Statistiken, darunter amtliche Geobasisdaten sowie die Daten eines Anbieters für Geomarketing, der Firma Nexiga. Diese Daten werden von TÜV Rheinland in Stichproben geprüft und regelmäßig aktualisiert.

Basis des Breitbandatlas sind die Daten des OpenStreetMap-Projekts, einem crowdgetriebenen Open-Source-Projekt für Geodaten. Zwischen dem BMVI und dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) wird schließlich abgestimmt, in welcher Form auch amtliche Hintergrundkarten verwendet werden könnten. Aufgrund der hohen Zugriffszahlen wurde die OpenStreetMap-Karte als Tiled Map Service (Kachel-Darstellung) aufbereitet, was einen hochperformanten Abruf der Karten in einem maximalen Maßstab von 1:20.000 ermöglicht.

Des Weiteren betreibt TÜV Rheinland einen erheblichen Aufwand, um eine möglichst hohe Datenqualität zu sichern. Alle Daten durchlaufen ein komplexes Verifizierungsverfahren, um mögliche ­Unstimmigkeiten aufzudecken, abzuklären und zu korrigieren und im Breitbandatlas selbst zu vermeiden.

Überprüfung der Daten

TÜV Rheinland prüft die Plausibilität der Daten auf Logik und Übereinstimmung zu bestehenden Infrastrukturen sowie topografischen Gegebenheiten und lässt die Daten in Fällen, in denen sich Abweichungen bestätigen, entsprechend korrigieren.

Der Autor: Dipl.-Ing. Dirk Andritzki von TÜV Rheinland
Der Autor: Dipl.-Ing. Dirk Andritzki von TÜV Rheinland
(Bild: TÜV Rheinland)

Nutzer des Breitbandatlas können sich über die integrierte Rückmeldefunktion ebenfalls unkompliziert beteiligen. Wer eine Abweichung von der offiziellen Breitband-Geschwindigkeit übermitteln möchte, klickt in die entsprechende Rasterzelle und gibt die mutmaßlich korrekte Verfügbarkeit an. Außerdem wird der Firmenname des ­Anbieters abgefragt, der nach Meinung des Nutzers für die Abweichung verantwortlich ist. TÜV Rheinland wertet die Meldungen rasterzellenweise aus, analysiert sie in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Provider und korrigiert – wenn nötig – die Informationen.

* Dipl.-Ing. Dirk Andritzki von TÜV Rheinland

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