Endoprothesenregister

Wie lange halten künstliche Gelenke?

| Autor: Ira Zahorsky

Die Software zur Barcode-Erfassung muss Code 128, Code 39, EAN 13 und GS1 128 auslesen können. Dies beherrscht beispielsweise der kabelgebundene Area-Imaging-Scanner Honeywell Xenon 1900. Darüber hinaus kommen kabellose Scanner, Scanner mit Stativen oder Wandhalterungen sowie desinfizierbare Scanner für sensible OP-Bereiche in Betracht.
Die Software zur Barcode-Erfassung muss Code 128, Code 39, EAN 13 und GS1 128 auslesen können. Dies beherrscht beispielsweise der kabelgebundene Area-Imaging-Scanner Honeywell Xenon 1900. Darüber hinaus kommen kabellose Scanner, Scanner mit Stativen oder Wandhalterungen sowie desinfizierbare Scanner für sensible OP-Bereiche in Betracht. (Bild: Mediaform Informationssysteme GmbH)

In Deutschland werden jährlich rund 390.000 neue Knie- und Hüftgelenke eingesetzt. Das deutsche Endoprothesenregister bietet eine Datengrundlage zur Beurteilung der Produktqualität.

Das deutsche Endoprothesenregister (ERPD) ist eine Implantat-Datenbank, die der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen bereitstellt und laufend aktualisiert. „Mit dem EPRD soll die Versorgungsqualität mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken weiter verbessert werden. Dazu gehört auch, unnötige Wechseloperationen möglichst zu vermeiden“, fasst Steffen Marienfeld, Bereichsleiter Medizinprodukte bei Mediaform, die Ziele des Endoprothesenregisters zusammen. „Mit dem Ausbau des Registers wird eine Datengrundlage geschaffen, um die Qualität der Produkte langfristig zu beurteilen. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere, mehr über die Standzeit künstlicher Gelenke zu erfahren.“

Die Daten werden durch Scannen der Barcodes auf den künstlichen Gelenken, idealerweise während der OP, eingebracht. Nach dem Scannen werden die Patientendaten verschlüsselt und die Implantat-Daten anonymisiert an das EPRD weitergeleitet.

Das Register steht allen deutschen Krankenhäusern offen. Teilnehmende Kliniken erhalten jährlich einen klinikspezifischen Bericht über die eingesetzten Prothesenarten sowie die Zahl von Wechseloperationen und Gründen für die Revision. Einen weiteren Vorteil nennt Marienfeld: „Gibt es für einzelne Prothesen Rückrufaktionen, können die akkreditierten Kliniken die betroffenen Patienten schnell und einfach identifizieren und handeln.“

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