Kommentar zur vermeintlichen Gefährdung der Cloud durch den Patriot Act

Wie europäische Daten in der Cloud geschützt sind

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Rechtsunterschiede: Cloud in Gefahr?

Auf den ersten Blick scheint das dem globalen Konzept von Cloud Computing zu widersprechen, lebt dieses doch vom Gedanken standardisierter, vereinheitlichter und ortsunabhängiger Services für einen globalen Massenmarkt. Doch ist die Idee der Cloud damit wirklich in Gefahr? Keineswegs.

Den tatsächlichen Nutzen von Cloud Computing nämlich beeinträchtigt die amerikanische Rechtslage nicht. Sie ruft uns nur einmal mehr ins Gedächtnis, dass bei aller berechtigten Euphorie für die Cloud eines nicht aus dem Fokus geraten darf: eine sorgfältige Prüfung im Vorfeld eines Service-Vertrags. Da gilt es, sich ganz genau über den möglichen Provider und seine Bedingungen zu informieren. Und auch das Kleingedruckte zu lesen. So können Unternehmen mögliche Folgen besser abschätzen – und Risiken entweder eliminieren oder eben in Kauf nehmen.

Auswirkungen auf Anbieter

Doch die aktuelle Diskussion hat auch für die Anbieter von Cloud Computing-Diensten Konsequenzen: Sie müssen feststellen, dass es nicht mehr ausreicht, sich über Technologien und Dienstgütevereinbarungen zu positionieren. Künftig kann auch der Standort eines Rechenzentrums – und damit der rechtliche Rahmen, dem der Provider unterliegt – zum Differenzierungsmerkmal werden.

Amerikanische Kunden mögen, da sie dem Patriot Act unterliegen, augenblicklich keine Alternativen haben. Für Europa jedoch gilt: Eine Datenweitergabe ohne das ausdrückliche Einverständnis des Kunden ist gesetzlich nicht legitimiert. □

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