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Netzwerk-Monitoring: Festival-Betrieb rund um die Uhr

„Wie eine temporäre Stadt“

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Das umfangreiche Netzwerk wird durch temporäre zusätzliche Mobilfunkkapazität ergänzt, die von drei nationalen Mobilfunkbetreibern bereitgestellt wird. „Die Infrastruktur muss die ganze Zeit ‚einfach funktionieren‘, egal, wie hoch das Datenaufkommen ist, wer die Benutzer sind und wo sich diese auf dem Gelände befinden. Ein einstündiger Ausfall an den Kassen bedeutet zum Beispiel, dass Händler kein Geld entgegennehmen und Festivalbesucher keine Speisen sowie Getränke kaufen können. Zudem wird unsere Fähigkeit beeinträchtigt, Spenden für wohltätige Zwecke zu sammeln“, erläuterte Henningsen.

Um jegliches Ausfallrisiko proaktiv zu beseitigen, musste das IT-Team lange vor dem Ereignis über sämtliche potenziellen Probleme oder Schwachstellen Bescheid wissen.

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Durchgängige Überwachung und Transparenz

Für eine leistungsstarke stabile Infrastruktur muss das IT-Team alle Netzwerke, Server, Geräte und Anwendungen, die unerlässlicher Bestandteil der erweiterten lückenlosen Umgebung sind, rund um die Uhr überwachen. Bei der Vorbereitung des Festivals stand das Team vor der Mammutaufgabe, das Unternehmensnetzwerk zu skalieren.

Das Netzwerk wird normalerweise von 70 Mitarbeitern an Standorten in Roskilde und etwa 1.000 Freiwilligen in ganz Dänemark genutzt, um die an den Veranstaltungsvorbereitungen beteiligten 32 000 Freiwilligen und während des Festivals den Betrieb vor Ort zu unterstützen sowie ein vollständiges Spektrum von Festivalservices für Arbeitsteams, kommerzielle Partner, Festivalbesucher, Künstler und Presse bereitzustellen.

Das IT-Team, das bis 2015 ein Open-Source-IP-Tool mit begrenzter Kapazität einsetzte, benötigte eine leistungsfähige und gleichzeitig einfach zu verwendende Lösung, die die für eine schnelle und effektive Reaktion erforderliche allumfassende Transparenz liefert und sicherstellt, dass wesentliche Services wie erwartet funktionieren. Man entschied sich für die Netzwerk-Monitoring-Lösung „WhatsUp Gold“ von Ipswitch. „Wir wollten eine globale und detaillierte Ansicht der gesamten lückenlosen Umgebung, in der alle Schalter, Anschlüsse und Geräte auf einen Blick zu sehen sind“, führte Henningsen aus. „Und genau das bietet uns ‚WhatsUp Gold‘.“

Anhand von „WhatsUp Gold“ war das IT-Team in der Lage, rasch alle Ressourcen zuzuordnen und sich einen umfassenden Überblick über alle netzwerk-, system- und anwendungsübergreifenden Abhängigkeiten zu verschaffen. Diese Perspektive ermöglichte dem Support-Team ein souveränes Konfigurationsmanagement, um die Performance der Infrastruktur zu optimieren.

„Wir haben individuell angepasste Fehlerwarnungen für jeden Aspekt der Infrastruktur – angefangen von der Überwachung der Datenträgernutzung über die Beobachtung von Traffic-Mustern bis hin zu potenziellen Engpässen – eingerichtet, damit wir, sobald ein Problem festgestellt wird, Maßnahmen ergreifen und proaktiv alle potenziellen Performance-bezogenen Schwierigkeiten ausräumen zu können“, so Henningsen.

Reibungsloser Betrieb

Dank der Netzwerklösung konnte das IT-Team mehrere Steuerpulte auf verschiedenen Bildschirmen anzeigen, um die umfangreiche Infrastruktur bestehend aus 200 Kassen und 200 Zahlungsterminals, privaten LAN-Diensten sowie Auftragsabwicklungssystemen ohne Unterbrechungen zu überwachen. Während der Veranstaltung 2015 stellten drahtlose Internetzugangspunkte Services für 2.200 gleichzeitige Benutzer und 16.000 eindeutige Benutzer bereit, die sich bei dem kostenlosen WLAN-Dienst der Veranstaltung anmeldeten. Darüber hinaus ermöglichte das erweiterte Netzwerk durchschnittlich 100.000 Kassentransaktionen pro Tag.

Zudem war das Support-Team in die Lage, die Geschehnisse an entlegenen Standorten wie Camping- und Parkplätzen im Griff zu behalten, wo Mobilfunkverbindungen zur Anbindung an das Glasfasernetz durch WLAN-Netze ergänzt wurden. „Es ist uns sogar gelungen, an traditionell schwer zu erreichenden Orten einen guten Service aufrechtzuerhalten. Wir konnten zum Beispiel Zahlungsdienste für zehn mobile Imbissstände und Kaffeewagen implementieren, sodass die Festivalbesucher unterwegs unkompliziert und reibungslos bezahlen konnten“, resümierte Henningsen.

Das diesjährige Roskilde-Festival findet vom 25. Juni bis 2. Juli statt.

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