Netzwerk-Monitoring: Festival-Betrieb rund um die Uhr

„Wie eine temporäre Stadt“

| Redakteur: Susanne Ehneß

Roskilde Festival
Roskilde Festival (Bild: Roskilde Festival)

Von Videoüberwachung und sicheren Zahlungsdiensten bis hin zur Bereitstellung von öffentlichem WLAN: Die Infrastruktur des dänischen Roskilde-Musikfestivals muss perfekt funktionieren.

Das Roskilde-Festival in Dänemark läuft noch bis 2. Juli und hat sich seit seiner Gründung 1971 zu einem der größten Kultur- und Musikfestivals in Europa entwickelt. In 2015 traten bei dem jährlich stattfindenden achttägigen Ereignis 175 Künstler auf. Zu den Headlinern gehörten Paul McCartney, Kendrick Muse, Pharrell Williams und Florence and The Machine, die auf der kultträchtigen Orange Stage die Massen begeisterten. Über die Veranstaltung, die ein riesiges Publikum von 135.000 Festivalbesucher anzog, berichteten 2.500 Journalisten für Zeitungen, digitale Medien und TV-Kanäle weltweit.

Der gesamte Gewinn des Festivals, dessen Veranstalter der gemeinnützige Foreningen Roskildefonden ist, wird für nationale und internationale humanitäre sowie kulturelle Zwecke gespendet. Im Laufe der Jahre konnten auf diese Weise mehr als 26,4 Millionen Euro für zahlreiche weltweite Projekte und gemeinnützige Einrichtungen gesammelt werden.

Schnelle und zuverlässige Skalierung

Dem Roskilde-Festival-Veranstaltungsteam mit nur 70 Vollzeitmitarbeitern stehen etwa 32.000 Freiwillige zur Seite, die den Aufbau und das laufende Management der verschiedenen Veranstaltungsbereiche, darunter acht Bühnen, Kunst-, Gastronomie-, Handwerks-, Camping- und Unterkunftsbereiche, unterstützen.

„Das Roskilde-Festival ist wie eine riesige temporäre Stadt. Jedes Jahr richten wir unser Netzwerk ein und skalieren dieses, um für die Dauer der Veranstaltung einen durchgängigen Betrieb zu gewährleisten – angefangen von Videoüberwachung und sicheren Zahlungsdiensten an allen Standorten bis hin zur Bereitstellung von öffentlichem WLAN und unterbrechungsfreiem Breitband-Internetzugang für Festivalbesucher“, erklärte IT-Manager Steen Bechmann Henningsen.

Die Netzwerkinfrastruktur bildet das Herzstück der kritischen Veranstaltungsprozesse. Das Festivalgelände, das 1,5 Kilometer vom Hauptbüro entfernt gelegen ist, verfügt über ein fest installiertes 10 Kilometer langes Glasfaser-Backbone. In dieses sind 30 Glasfaser-Schalterdosen implementiert, die dedizierte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, über 100 drahtlose Internetzugangspunkte und mehrere sichere Netzwerke für das Hosting von Videoüberwachung und GPS-Ortung durch Sicherheitsmitarbeiter unterstützen.

Darüber hinaus sind sichere Zahlungsdienste für Verpflegungs- und Merchandising-Stände, private LANs für die Produktionsteams bei den Bühnen, ein sicheres WLAN für die Künstler sowie ein dediziertes Netzwerk für die Presse verfügbar, das Live-Streaming-Funktionen für TV- und Content-Partner bietet.

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