DStGB und Bitkom

Wettbewerb „Digitale Stadt“

| Autor: Ira Zahorsky

Gemeinsam mit dem DStGB startet der Bitkom den Wettbewerb „Digitale Stadt“
Gemeinsam mit dem DStGB startet der Bitkom den Wettbewerb „Digitale Stadt“ (Bild: Bitkom)

Der Digitalverband Bitkom startet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) den Wettbewerb „Digitale Stadt“. Bewerbungen sind bis 15. März 2017 möglich.

Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass 71 Prozent der Bundesbürger die digitale Stadtentwicklung befürwortet und meint, dass digitale Technologien eine höhere Lebensqualität ermöglichen. Deshalb ist es Ziel des Wettbewerbs „Digitale Stadt“, eine Modellstadt zu erschaffen, in der „das Leben so effizient und bequem, so bürgernah und umweltfreundlich wie in keiner anderen europäischen Stadt ist“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Wir wollen zeigen, dass Deutschland ein Vorreiter bei der intelligenten, digitalen Stadtentwicklung sein kann.“

Bewerbung und Gewinn

Bewerben können sich Städte mit rund 100.000 bis 150.000 Einwohnern. Weitere Voraussetzungen sind eine gute Verkehrsanbindung sowie eine Hochschule in der näheren Umgebung. Wie die Digitale Stadt aussieht, wird maßgeblich von den lokalen Herausforderungen und Zielen vor Ort bestimmt. Deshalb soll jede Stadt bei ihrer Bewerbung auch ein eigenes Konzept für ihre Vorstellungen von der Digitalen Stadt einreichen. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.digitalestadt.org. Einsendeschluss ist der 15. März 2017.

In der Gewinner-Stadt sollen ab Anfang 2018 wichtige Infrastrukturen in den Bereichen Mobilität, Energie, Gesundheit und Bildung mit neuesten digitalen Technologien ausgestattet werden. Zudem soll die öffentliche Verwaltung innovative Online-Anwendungen anbieten und der Handel intelligente Lieferdienste. Grundlage ist ein hoch leistungsfähiges Gigabit-Netz. Für die Realisierung der Digitalen Stadt haben die beteiligten Unternehmen bisher Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Am Ende entscheidet die Stadt selbst über die konkrete Umsetzung einzelner Projekte“, so Rohleder. „Dabei werden wir die Bürger von Beginn an umfassend informieren. Unser Wunsch ist es, dass sie das Projekt aktiv begleiten.“

„Im Rahmen dieses Wettbewerbs und der anschließenden Umsetzung in der Gewinnerstadt werden wir die immense Bedeutung der Digitalisierung noch mehr in den Fokus der Kommunen rücken. Von den Ergebnissen werden alle Städte und Gemeinden profitieren. Er wird zeigen, dass die Digitalisierung völlig neue Chancen für die Bürger, die Kommunen und den Standort Deutschland eröffnet und dass die Menschen ein hohes Interesse an digitalen Lösungen haben“, betont Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Das wünschen sich die Bürger

  • Intelligente Verkehrslenkung (94 Prozent)
  • Parkplatz-Leitsysteme, die freie Stellplätze individuell zuweisen (91 Prozent)
  • Katastophen- und Sicherheitswarnungen aufs Smartphone (85 Prozent)
  • Digitale Bildungsangebote (85 Prozent)
  • Behördengänge vollständig über das Internet erledigen (83 Prozent)
  • Flächendeckender Ausbau kostenloser WLANs (79 Prozent)
  • Zentrales Anmeldeportal für Kitas und Schulen (79 Prozent)
  • Einführung einer sicheren digitalen Patientenakte (79 Prozent)
  • Internet-Anschluss mit Gigabit-Geschwindigkeit (78 Prozent)
  • Smartphone-App für städtische Verkehrsmittel (77 Prozent)
  • Zentrales Online-System zur Vergabe von Arztterminen (70 Prozent)
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