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Studie: Verwaltung setzt auf Digitalisierung

Wer übernimmt die Verantwortung für eGovernment?

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Aus Sicht der Befragten zeichnen sich drei besonders wichtige Technologietrends ab: Sichere IT und Kommunikationsnetze/-anwendungen, Mobile Government und Zentralisierung/Konsolidierung. Andere Trends wie Cloud Computing, Open Data oder Big Data werden aus Sicht der Behörden noch deutlich zurückhaltender beurteilt.

Die Antworten lassen aber auch erhebliche Informationsdefizite vermuten: Jeweils über 30 Prozent der Befragten gaben etwa an, den Stellenwert von Trends wie Business Intelligence, Big Data und insbesondere das Enterprise Dropbox Angebot nicht beurteilen zu können.

Dr. Klaus von Dohnanyi, Vorsitzender des Beirates, Wegweiser Media & Conferences GmbH Berlin brachte die Herausforderungen für das Regierungs- und Verwaltungshandeln der Zukunft abschließend noch einmal auf den Punkt: „Das Kernthema jeder Organisation lautet: Wer soll wofür die Verantwortung tragen? Deutschland hatte mit zwei Föderalismuskommissionen richtige Schritte hin zu mehr dezentraler Verantwortung getan. Die neuen Medien und die expandierenden IT-Strukturen eröffnen nun weitere Chancen. Wie können wir sie nutzen, um demokratische Selbstbestimmung, organisatorische Effizienz und doch Klarheit der politischen Verantwortung optimal zu verbinden?"

Der Lösung dieser Herausforderungen widmet sich der erste Zukunftskongress Staat & Verwaltung der nächste Woche im Berliner Congress Center (bcc) stattfindet.

Von dem Kongress mit über 1.200 Teilnehmern sollen in den kommenden Jahren wichtige Impulse für die Reform und Digitalisierung von Staat und Verwaltung ausgehen.

Vitako-Geschäftsführerin Dr. Marianne Wulff betont die Bedeutsamkeit der Veranstaltung: „Der Kongress kommt zur rechten Zeit und stellt die richtigen Fragen. Verwaltungsmodernisierung ist auf eine Neuausrichtung angewiesen, in ihren Strukturen und Prozessen, in Steuerungs- und Leitsystemen, im Denken und Handeln.“

Zeitgleich mit dem Kongress geht das soziale Netzwerk „gov-net“ in Deutschland online. Über die geschlossene Plattform können sich Teilnehmer, Referenten und Partner untereinander vernetzen, und Themen bis zum Kongress im kommenden Jahr weiterentwickeln.

„Im Zukunftspanel 2013 wurde eine stärkere Kooperation und Kollaboration auf allen Verwaltungsebenen und zwischen Verwaltungen und Unternehmen als zentrale Herausforderung für erfolgreiche Verwaltungsmodernisierung genannt", erklärte Willi Kaczorowski, Programmmanager beim Zukunftskongress. „gov-net wird das Werkzeug sein, alle Beteiligten besser in den Dialog zu bringen, Dokumente auszutauschen, Best Practices vorzustellen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln."

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