Vernetzte Stadt

Wenn die Straßenlaterne ihre Umgebung scannt

| Redakteur: Hendrik Härter

Intelligente Straßenlaternen scannen mit Sensorik ihr Umfeld und passen sich somit der Umgebung an.
Intelligente Straßenlaternen scannen mit Sensorik ihr Umfeld und passen sich somit der Umgebung an. (Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de)

Eine ganze Stadt wird zum Labor: In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen testen Forscher intelligente Straßenleuchten, die mit Sensorik versehen sind. Sie sollen künftig nicht nur Licht geben, sondern auch ihre Umgebung scannen.

Im Rahmen des Danish Outdoor Lighting Lab (DOLL) soll die dänische Hauptstadt Kopenhagen bis zum Jahr 2025 CO2-neutral werden. Im Stadtteil Albertslund sollen dazu verschiedene intelligente Straßenlaternen eingesetzt werden.

Eine Straße mit einer Länge von etwas mehr als neun Kilometer wollen die Ingenieure dazu in ihr Testfeld umwandeln. Eingeladen ist die ganze Welt, um sich bis zum 18. September über den aktuellen Stand der Beleuchtungsbranche zu informieren.

Internet der Dinge soll Verwaltungen über 130 Milliarden Euro sparen

Cisco-Studie

Internet der Dinge soll Verwaltungen über 130 Milliarden Euro sparen

21.01.14 - Das Internet of Everything könnte im Zeitraum bis 2022 für die Öffentliche Hand weltweit eine Wertschöpfung von 4,6 Billionen US-Dollar (3,4 Billionen Euro) generieren. Alleine in Deutschland konnten die Öffentlichen Verwaltungen dadurch 177,8 Milliarden US-Dollar oder 130,6 Milliarden Euro einsparen), so eine Cisco-Studie. lesen

Jede einzelne Straßenleuchte bekommt ihre eigene IP-Adresse. Das ganze erinnert stark an das Internet of Things (IoT). Das Besondere: Die Lampen lassen sich aus der Ferne dimmen. Nachts lassen sich die intelligenten Leuchten dimmen, gehen Menschen vorbei, wird es heller. Besonders praktisch ist, dass bei einem Defekt oder defekten Leuchtmittel die Straßenlampe automatisch eine Art Notruf sendet.

Und wie beim IoT sind die Leuchten mit Sensorik ausgestattet. Diese messen Verkehrsdichte, Luftqualität, Lärm, UV-Strahlung oder Wetterbedingungen. Mit diesen Erkenntnissen sollen sich künftig optimierte Beleuchtungsszenarien erstellen lassen.

Gerade für die Sicherheit der Stadtbewohner versprechen sich die Projektverantwortlichen von der intelligenten Straßenlaterne einiges. Wird beispielsweise ein ansonsten ruhiges Gebiet nachts von vielen Leuten besucht, kann die örtliche Polizei überprüfen, was die Ursache ist. Denn über die verbauten Sensoren und eine direkte Verbindung zur Polizei lassen sich Informationen austauschen.

Somit könnte sich aus der klassischen Straßenlaterne ein Informationssystem entwickeln, das viel mehr ist als ein einfacher Lichtspender. Allerdings gab es keine Informationen, wie sicher das System vor einem fremden Zugriff ist. Denn eine gehackte Lampe bleibt nachts dunkel, und die Stadt kann sehr schnell unsicher werden.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42898764 / System & Services)