Lizenzierung in der Öffentlichen Verwaltung

Wenn der Admin nur noch „Bahnhof“ versteht ...

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Im Fokus: Lizenzierung in virtualisierten Clustern

Seit dem letzten Jahr betreiben wir in unserer Umgebung (Anmerkung: folgende Zahlen aus Datenschutzgründen nicht akkurat) vier VMware ESX Hosts mit je zwei (bestückten) CPU-Sockeln im Cluster. Nach einiger Recherche war ich bereits an mehreren Stellen auf die Aussage gestoßen, man müsste bei Prozessorlizenzierung in so einem Fall den kompletten Cluster lizenzieren.

Obwohl also nur irgendwo in der dunklen Ecke unseres VMware Clusters eine kleine Oracle Maschine läuft, die eventuell nur eine virtuelle CPU zugewiesen bekommen hat, soll man Lizenzen für alle acht im Cluster vorhandenen Prozessoren kaufen? Ganz schön teuer!

Auf schriftliche Nachfrage bei der Oracle-Lizenzabteilung wird dies auch tatsächlich bestätigt. Unter welchen Bedingungen Lizenzen vom Kunden zu kaufen sind, ist aber letztlich allein Sache des Anbieters und so war ich kurz davor, die Kröte zu schlucken. Jedoch stoße ich fast zeitgleich auf ein offizielles VMware White Paper, das sich unter anderem mit Support und Lizenzierung von Oracle-Produkten beschäftigt.

Wenn man das Dokument durchliest, stößt man direkt auf zwei Merkwürdigkeiten:

Erstens macht es eine völlig gegensätzliche Aussage, nämlich dass es durchaus möglich ist, auch nur einen einzelnen Server/ESX Host innerhalb eines VMware Clusters für Oracle-Produkte zu lizenzieren (sog. Sub-Cluster Licensing).

Zweitens: Das Papier kommt von VMware. Wie oft macht ein großes Unternehmen Aussagen darüber, wie man die Produkte eines anderen großen Unternehmens zu lizenzieren hat? Eigentlich, so sollte man meinen, setzt sich VMware hier rechtlich mächtig in die Nesseln. Dieses Detail hat mich stutzig gemacht und so ging ich der Sache weiter nach.

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