Geobasisdaten der Landesvermessungsbehörden in der Cloud

WebAtlasDE wird durch IaaS richtig flexibel

09.12.2011 | Redakteur: Gerald Viola

Rettungsdienste brauchen verlässliche Geodaten
Rettungsdienste brauchen verlässliche Geodaten

Der Bedarf an länderübergreifenden amtlichen Geobasisdaten in einer einheitlichen Präsentation ist groß – beispielsweise im Rettungswesen, im Natur- und Umweltschutz oder der Raumplanung. Hier setzt das bundesweite Projekt WebAtlasDE der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) an.

Der zukünftige Geo-Webdienst bietet mit der bundesweit einheitlichen Signaturierung, seiner hohen Informationstiefe der Objekte, der standardkonformen Schnittstelle (WMTS), seinen verschiedenen Maßstabsvarianten und der hohen Aktualität einen bedeutenden Baustein im Bereich der Geoinformationen und ist durchaus geeignet für Open Data.

Behörden, aber auch Nutzer aus der Wirtschaft, Wissenschaft und bei Bedarf auch Bürger können diese Geobasisdaten für ihre tägliche Arbeit nutzen und mittels der Standardschnittstellen in ihre Verwaltungs- und Geschäftsprozesse einbinden.

Für die Aufbereitung der Geodaten sind hohe IT-Ressourcen erforderlich; für regelmäßige Aktualisierungen ist temporär zusätzlicher Speicherplatz nötig. Hinzu kommt, dass mit dem zentralen Betrieb die Produktlizenzen für die Software optimal genutzt werden können – so ist für alle 16 Bundesländer nur eine zentrale Lizenz nötig. Sehr großen Wert wird auf die Speicherung der Daten in einem zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland gelegt.

Das alles hat für die IaaS-Cloud-Computing-Lösung von Fujitsu gesprochen. Über ein schnell zugängliches Portal ermöglicht IaaS bedarfsbasierenden Zugang zu individuell konfigurierter Server- und Storage-Kapazität, die in zertifizierten Rechenzentren von Fujitsu gehostet wird und bei steigenden Anforderungen oder bei Peaks erweitert und modular ausgebaut werden kann.

Der Vorteil: Hohe Flexibilität in der Bereitstellung der IT-Ressourcen, stundenweise Abrechnung von virtuellen Servern und damit Transparenz in den Kosten.

Das Projekt ist bundesweit das erste große Cloud-Projekt der Öffentlichen Verwaltung im Geobereich.

Hansjörg Schönherr, Vorsitz des Lenkungsausschusses Geobasis und Präsident des LGL Baden-Württemberg: „Cloud Computing hat viel mit Vertrauen zu tun. Fujitsu konnte durch seine Cloud- und Geo-Expertise überzeugen. Mit dem bundesweiten Cloud Projekt beschreiten die Landesvermessungsbehörden einen neuen und innovativen Weg in der effizienten, flexiblen, service- und verbrauchorientierten Nutzung von IT-Ressourcen.“

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