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Telemedizin Wearable-EKG-Gerät überträgt Daten an den Arzt

| Redakteur: Kristin Rinortner

Der leistungsstarke Mikrocontroller STM32 von STMicroelectronics hält den Takt in einem Wearable-EKG-Gerät, den der Medizintechnik-Hersteller HTEC für die kontinuierliche, präzise Fernüberwachung der Herzaktivität entwickelt hat.

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(Bild: VBM-Archiv)

Millionen Menschen auf der Welt leiden unter verschiedenen Arten von Herzrhythmusstörungen. Eine präzise und zeitnahe Diagnose macht es möglich, die Ursachen der meisten Arrhythmien effektiv zu therapieren und damit die Zahl der Todesfälle zu minimieren.

Die Mehrzahl der Langzeit-EKG-Geräte wird angelegt und am Folgetag wieder beim Arzt abgegeben, damit dieser die Herzfrequenz des Patienten in den zurückliegenden 24 Stunden verfolgen kann. Im Gegensatz dazu steht der mit drei Elektroden arbeitende EKG-Recorder auf Basis des STM32 jederzeit und überall zur Verfügung, um Daten aufzuzeichnen.

Hegt der Patient gesundheitliche Bedenken, muss er nur den Recorder an seiner Brust befestigen, um die Aufzeichnung sofort zu starten und die wichtigen Herzdaten über die cloudbasierte Telemedizin-Lösung von HTEC an den zuständigen Arzt zu übermitteln. Dieser kann mit diesen Daten anschließend etwaige Arrhythmien erkennen und diagnostizieren.

Das Gerät mit seinen drei Elektroden lässt sich leicht auf der Haut anbringen. Die leistungsfähigen Rechenfunktionen des STM32 F4 steuern die Auswertung des von den Elektroden kommenden komplexen EKG-Signals und dessen Umwandlung in medizinisch aussagefähige Informationen.

In ausführlichen Vergleischstests mit den EKG-Datenbanken des MIT haben die ausgefeilten Signalfilter-Algorithmen von HTEC gute Ergebnisse erzielt. Das dynamische Power-Scaling des stromsparenden Mikrocontrollers gab den Entwicklern bei HTEC die Möglichkeit zur Optimierung des Energieverbrauchs der Applikation, die deshalb ohne Nachladen sieben Tage ununterbrochen aufzeichnen kann.

„Präzise, rechtzeitige Diagnosen können Leben retten und lassen daher keine Kompromisse zu, was die verwendete Technologie betrifft“, sagt Srdjan Jovanovic, CTO von HTEC. „Die herausragende Verarbeitungsleistung und Energieeffizienz des Mikrocontrollers von ST unterstützten uns bei der Entwicklung eines Consumer-Produkts von medizintauglicher Qualität, das für Menschen mit bekannten oder verdeckten Herzproblemen entscheidende Verbesserungen bringen kann.“

Derzeit starten die klinischen Versuche mit dem neuen Herzrecorder, der potenziell bis Ende 2015 nach erfolgter Produkt-Zertifizierung in Europa (CE) und China (CFDA) auf den Markt kommen kann. Die Verfügbarkeit auf anderen Märkten hängt von der Erteilung der jeweiligen Zertifizierungen ab.

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