Städte, Kreise und Gemeinden ziehen Bilanz

Was sind unsere Kommunen eigentlich wert?

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Datenübernahme aus dem Altsystem

Für die Datenübergabe aus LÄMMkom ans Finanzwesen H + H wurden in der Stadt Neumünster, im Landkreis Osterholz sowie in zahlreichen anderen Kommunen die Schnittstelle XFinanz verwendet. In beiden Kommunen mussten zunächst die alten kameralen und die neuen doppischen Buchungsstellen gegenübergestellt werden. Die Leonberger Geschäftsstelle von Lämmerzahl entwickelte daraufhin eine Umwandlungsdatei, mit dem alte Haushaltsstellen in neue Produktkonten umgesetzt wurden. Nach der Einrichtung einer Testumgebung konnten mithilfe der Datei und einem Importprogramm in den Stammdaten die kameralen Haushaltsstellen mit den doppischen Buchungsstellen überschrieben werden. Mit einem weiteren Programm lasen die Verfahrensbetreuer die alte H + H-Schnittstelle aus und die neue XFinanz-Schnittstelle ein. Schließlich wurden Import- und Exportdateien aus sehr unterschiedlichen Bereichen erstellt und mit der städtischen Kasse abgestimmt. Die endgültigen Einstellungen der Schnittstelle wurden in der Echtdatenbank vorgenommen und Mitte Dezember 2008 endgültig auf die Doppik umgestellt. Der erste Rechnungslauf erfolgte in Neumünster zum Jahresende, in Osterholz Anfang Januar 2009.

Auch im niedersächsischen Neuenkirchen-Vörden bucht man seit dem Januar 2009 doppisch. Ansgar Brockmann, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde, hatte sich mit seinen Mitarbeitern für das Finanzwesen Doppik & more der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) auf Basis von SAP entschieden. Lämmerzahl hat das Kassenverfahren in den vergangenen Monaten über die sogenannte UVNfin-Schnittstelle angebunden. UVNfin bezeichnet dabei das Format, in dem die Daten aus LÄMMkom ausgegeben werden. Sie werden über einen speziellen Finanzsystemintegrator (FSI) der KDO aufbereitet und erst dann in SAP integriert.

Ähnlich wurde auch für die Stadt Dinklage und die Stadt Vechta verfahren. Eine produktive Datenübernahme aus LÄMMkom über die Schnittstelle in SAP ist hier Ende Januar 2009 erfolgt und mit den ersten Zahlungsläufen abgeschlossen worden. Die überarbeitete Schnittstelle lieferte nach den Tests bereits im Dezember 2008 korrekte Daten. „Die Zusammenarbeit verlief sehr gut, weil unsere Ansprechpartner immer erreichbar waren und jederzeit Auskunft geben konnten“, berichtet Stefan Schierholt, verantwortlicher Verfahrensbetreuer der Stadt Vechta, über den Arbeitsprozess. „Als Erstes mussten wir unsere Hilfeempfänger auswerten, dann eine Datei mit den umzuschreibenden Haushaltsstellen erstellen und Geschäftspartner eingeben. Lämmerzahl hat dann das Programm für die Umstellung auf die Sachkonten erstellt, die Schnittstelle importiert und angepasst. In den Tests konnten wir letzte Details verbessern.“

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