Städte, Kreise und Gemeinden ziehen Bilanz

Was sind unsere Kommunen eigentlich wert?

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Doppik als Unterstützung für Führungsentscheidungen

Der Weg in die Doppik führt in den Kommunen zu einem komplexen Arbeitsaufkommen, das neben den laufenden Aufgaben bewältigt werden will. Ein Kraftakt, der sich erst nach der Umstellungsphase rentiert und dessen Nutzen von vielen Verwaltungsmitarbeitern noch abwartend bis skeptisch beurteilt wird. Die mit der Doppik-Einführung verbundenen Neuerungen kommen auf einige Verwaltungsmitarbeiter geballt zu. „Bei uns wurde eine neue Finanzsoftware beschafft. Kameralistisch hatten wir bisher mit IVR gearbeitet. Nun fließen unsere Fachdaten problemlos von LÄMMkom über die Einnahmeschnittstelle in das Finanzverfahren der Lübecker Mach AG“, berichtet Verfahrensbetreuerin Christina Kostanowitsch aus dem Bereich „Soziale Sicherung“ des Kreises Segeberg. „An Mach-Software müssen sich natürlich erst mal alle Mitarbeiter gewöhnen, besonders an den Einnahmebereich und die Auswertungen. Wir werden sehen, wenn der Jahresabschluss erfolgt ist, ob eine verbesserte Darstellung der Einnahmen und Ausgaben in den einzelnen Bereichen möglich ist.“

Die Doppikumstellungen im gesamten Kreishaus waren zum Januar 2008 in Segeberg erfolgreich durchgeführt worden. Mit Informationsveranstaltungen und Schulungen wurden die Mitarbeiter bereits ein Jahr im Voraus auf das neue Haushaltsrecht eingestimmt. „Die Anforderungen an die Einnahmeschnittstelle hatten wir mit dem Kreis Stormarn definiert“, berichtet Christina Kostanowitsch über die Vorbereitungen zur Datenübergabe zwischen LÄMMkom und Mach. „Nachdem wir die Haushaltsstellen und Konten geändert hatten, mussten wir nur noch wegen Einzelheiten Rücksprache mit Lämmerzahl halten. Unsere Anfragen wurden dabei schnellstmöglich bearbeitet, deshalb nahm die konkrete Umstellungsphase nur eine begrenzte Zeit in Anspruch.“

Realistische Einschätzung fördert Akzeptanz

Längst gilt die Doppik nicht mehr als Selbstläufer für Qualitätssteigerungen oder Kostensenkungen, sondern vor allem als Steuerungsinstrument, das Führungsentscheidungen unterstützen kann. Unentbehrlich bleibt die Mobilisierung aller Ebenen, wenn die aus der Doppik gewonnen Erkenntnisse zu einer aktiven Umgestaltung von Prozessen und Zuständen vor Ort führen sollen. Die zentrale Vorarbeit besteht in den Kommunen unter anderem in der Entwicklung des Produkthaushaltes, in dem jedes Produkt genau einem Amt zugeordnet ist. Für die Produkte sollen zudem die zugehörigen Erträge und Aufwendungen sowie die Investitionen ausgewiesen werden. Außerdem müssen für jedes Produkt Ziele festgelegt und Kennzahlen definiert werden.

Erst dann kann die konkrete Arbeit zur Datenübergabe aus dem Fachverfahren an das doppische Buchungssystem beginnen. Dafür muss der Anbieter der Finanzsoftware eine Schnittstellenbeschreibung erstellen. Diese kann für verschiedene Kommunen individuell unterschiedlich sein, wenn beispielsweise Kostenträgerinformationen an die Haushaltsstelle angehängt werden. Aufgrund der Beschreibung kann der Anbieter des Fachverfahrens eine Schnittstelle erstellen, die in Zusammenarbeit mit der Kommune auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt wird.

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Link: Lämmerzahl

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