ePayment aus Bürger- und Behördensicht

Was Kommunen bei Bezahlverfahren beachten müssen

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eGovernment-Gesetz schreibt Sicherheit und Verbreitung vor

Der Autor: Dr. Gerrit Seidel, CEO der Sofort AG und Senior Vice President DACH Klarna
Der Autor: Dr. Gerrit Seidel, CEO der Sofort AG und Senior Vice President DACH Klarna
(Bild: Sofort AG)
Neben einem sicheren Geldeingang und günstigen Gesamtkosten spielen auch die Faktoren Komfort und Verbreitung bei Zahlverfahren für die Behörden eine Rolle. Bürger erwarten einfache und komfortable Wege zu Bezahlen, am besten mit Bezahloptionen, die sie aus dem Online-Handel kennen. Zu den sieben am meisten verbreiteten Bezahlmethoden gehören laut eCommerce-Händlern Überweisung, Pay Pal, Sofortüberweisung, Kauf auf Rechnung, Kreditkartenzahlung, Nachname und Lastschrift .

Damit erfüllen diese genannten Bezahlverfahren auf jeden Fall eine wichtige Voraussetzung des eGovernment-Gesetzes (EGovG) nach Sicherheit und Verbreitung eines ePayment-Verfahrens. Nur dann, wenn Behörden und Ämter verbreitete Zahlungsverfahren einsetzen, können möglichst viele Bürger am eGovernment teilnehmen.

Die Verbreitung ist bei der Auswahl von Bezahlverfahren durchaus zu beachten, so gibt es in Deutschland rund 20 Millionen Kreditkarten, aber mehr als 40 Millionen Onlinebanking-fähige Konten, auf denen beispielsweise Direktüberweisungsverfahren basieren. Damit können dann auch Bürger ohne Kreditkarte oder mit schwacher Bonität – in diesem Fall wäre die Bezahlung per Lastschrift ausgeschlossen – Gebühren oder Mahnkosten bezahlen. Außerdem ist die einfache Handhabung ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für ein Bezahlverfahren. So funktioniert die Sofortüberweisung beispielsweise ohne vorherige Registrierung. Der Nutzer benötigt lediglich seine Online-Banking-Zugangsdaten und muss sich kein weiteres Passwort merken.

Vorherrschendes Thema: Sicherheit

Die reinen Internet-Bezahlverfahren profitieren vom steigenden Online-Geschäftsverkehr, sie gewinnen deutliche Marktanteile hinzu, wie Umfragen zeigen. Das vorherrschende Thema bei Verbrauchern ist dabei die Sicherheit des Bezahlvorgangs, bei der Auswahl eines Bezahlverfahrens sind deshalb Zertifikate besonders zu beachten, beispielsweise vergibt der TÜV Siegel für „geprüftes Zahlungssystem“ beziehungsweise „geprüfter Datenschutz“.

Ebenfalls hoch geschätzt wird von Verbrauchern die universelle Einsatzmöglichkeit eines Bezahlweges. Das wird umso deutlicher, je mobiler der elektronische Geschäftsverkehr wird. Heute wird erwartetet, dass das Bezahlen von überall aus mit dem Smartphone, dem Tablet oder am PC beziehungsweise Laptop bewerkstelligt werden kann. Dafür bieten ePayment-Verfahren die besten Voraussetzungen, denn sie sind perfekt auf die Bedürfnisse der Online-Welt zugeschnitten, und ihre DNA ist digital.

Paycode

Wie komfortable, medienbruchfreie, endgeräteübergreifende Zahlungen aussehen können, lässt sich am besten mit dem Paycode beschreiben: Der Paycode ist der Bezahllink der bekannten Sofortüberweisung und ist mit einem Link auf einen vorausgefüllten digitalen Überweisungsträger vergleichbar. Der Paycode kann als Zahlencode oder als QR-Code beispielsweise auf eine kommunale Rechnung, wie der Abrechnung der Stadtwerke, gedruckt werden.

Der Verbraucher scannt dann mit seinem Smartphone den Code ein und landet direkt auf der Website der kommunalen Einrichtung. Alternativ kann er den vermerkten Zahlencode auch direkt auf der Website der Behörde eingeben. Im nächsten Schritt gelangt der Nutzer zu einem vorausgefüllten Überweisungsträger, der nur noch mit PIN und TAN des eigenen Onlinebankings freigegeben werden muss. Das erleichtert und beschleunigt den Bezahlvorgang erheblich, zudem gibt es kein Vertippen oder eventuelle Zahlendreher mehr – das Zahlformular der Sofortüberweisung wird anhand des Codes automatisch mit allen Zahlungsdaten (wie Empfänger, Bankverbindung, Verwendungszweck, Rechnungsnummer) ausgefüllt. Der Paycode schlägt eine Brücke von Online und Offline, damit wird Bezahlen unkompliziert und zeitgemäß für Verbraucher und Behörde.

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