Definition

Was ist und was tut das Vermessungswesen?

| Autor / Redakteur: Leofinja / Manfred Klein

(aga7ta - Fotolia)

Die Herstellung digitaler Karten und Routeninformationen hat das Vermessungswesen verändert. Die digitale Geodäsie ist in der Routenerstellung wie in der Ermittlung von Geodaten für Baumaßnahmen, die Ortsvermessung und Ortskartographie zeitgemäß.

Online Routenplaner und Wanderkarten, geographische Stadt- und Kommuneninformationen, Reiserouten in digitaler Form oder Standortbestimmung per GPS sind im digitalen Zeitalter selbstverständlich. Für die Digitalisierung der Geodaten ist die Digitalisierung im Vermessungswesen richtungsweisend. Dazu dienen Fernerkundungssensoren und Satelliten, die zur Ermittlung und Aufzeichnung der Geodaten eingesetzt werden. Anhand dieser Messergebnisse werden Karten und Geländeinformationen erstellt.

Einsatzbereiche digitaler Geodaten

Das digitale Vermessungswesen setzt sich aus mathematischen und physikalischen, geo- und topgraphischen, astronomischen und geologischen Voraussetzungen zusammen. Geodaten aus elektronischer Ermittlung werden zum Beispiel zur:

--> Erstellung von Routeninformationen

--> Ermittlung der Größe von Baugrundstücken

--> Kartenerstellung

--> Entfernungsbestimmung Luftlinie / Route

--> Katastervermessung

verwendet. Im Vermessungswesen hat sich die Datenzusammentragung in digitaler Form vollständig durchgesetzt und manuelle Vermessungen abgelöst. Die Ergebnissicherheit ist höher und Vor-Ort Vermessungen werden unwichtig.

Vermessung digital in der Öffentlichen Verwaltung

Im amtlichen Vermessungswesen werden öffentlich bereitgestellte Daten zur Landschaft und Liegenschaft ermittelt. Alle ermittelten Geodaten müssen in einem öffentlich einsehbaren Register bereitgestellt werden. Der Aufgabenbereich im öffentlichen/amtlichen Vermessungswesen unterteilt sich in drei Bereiche:

--> Raumbezug

--> Liegenschaften

--> Landschaften.

Dabei stehen die Aktualität, die Interessensneutralität, die Richtigkeit und Vollständigkeit im Mittelpunkt. Ein wichtiger Schwerpunkt bei öffentlich verwendeten Geodaten bildet die Katastervermessung.

Schwerpunkt: Katastervermessung

Die Katastervermessung dient der Überprüfung von Flurstücksgrenzen, der Einmessung von Gebäuden und Liegenschaften sowie wichtiger Nutzungsgrenzen. Ehe Baugrundstücke erschlossen und veräußert werden, steht die Katastervermessung auf der Agenda. Auch bei neuen Nutzungsgrenzen oder einer Veränderung von Flurstücksgrößen spielt das Vermessungswesen eine übergeordnete Rolle. Die Bestimmung der Geodaten erfolgt heute auf digitalem Weg und wird mit hochsensiblen Drohnen, der GPS-Messung und einer Übertragung der Daten in die IT vorgenommen. Manuelle Vermessungen werden im öffentlich-amtlichen Sektor nicht mehr vorgenommen.

Digitales Vermessungswesen sorgt für Ergebnissicherheit

Routenplaner und Karten stellen die Umgebung maßstabsgetreu und auf wenige Meter genau dar. Durch den Einsatz digitaler Technik im Vermessungswesen sind die Geodaten ohne Abweichung bestimmbar und eine Erstellung von Kartenwerk oder Flurstücksgrenzen ist in Präzision möglich. Die digitale Vermessung liegt einer digitalen Datenverarbeitung zugrunde und bildet das Fundament für fehlerfreie Berechnungen und transparente Darstellungen.

Das Vermessungswesen in der öffentlichen Verwaltung liefert neben Landschafts- und Geodaten die Basis für Architekten, Landschaftsgestalter, Bauunternehmen und Planer in der Stadtgestaltung.

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