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Was ist Smart Metering?

| Autor / Redakteur: Egoloizos / Manfred Klein

Ist Smart Metering eine Gefahr für den Datenschutz?
Ist Smart Metering eine Gefahr für den Datenschutz? (© aga7ta – Fotolia)

Unter Smart Metering ist ein digitales Mess- und Steuerungs­verfahren zu verstehen. Es kommt im Wesentlichen zur Kontrolle der Zufuhr und des Verbrauchs von Elektrizität zum Einsatz. Smart Metering ist für Firmen und Privatverbraucher gleichermaßen relevant.

Smart Metering dient der präzisen Messung des Verbrauchs verschiedener Ressourcen. Smart Metering spielt bei der Messung des Storms, jedoch auch bei Gas, Fernwärme und Wasser eine Rolle. Wichtigstes Bauteil des Messverfahrens ist der Zähler, genannt Smart Meter. Dieses Gerät ist vernetzt und kommt sowohl in Unternehmen als auch privaten Haushalten zum Einsatz.

Smart Meter wiederum gehören zum so genannten Smart Grid. Dabei handelt es sich um ein intelligentes Stromnetz, das neben dem Smart Meter noch weitere Eingabe- und Ausgabe-Einheiten sowie internetgestützte Anwendungen beinhaltet. Beim Smart Metering werden genaue Daten erfasst. Diese dienen Versorgern oder anderen Mess-Dienstleistern als Grundlage für Messungen und Analysen.

Funktionsweise

Beim Smart Metering kommt eine bidirektionale Arbeitsweise zum Tragen. Der Smart Meter richtet sich also in zwei Richtungen: zum einen Richtung Verbraucher und zum anderen Richtung Versorger. Durch die genaue Aufzeichnung können Verbraucher mit dem Smart Metering Energie sparen. Das Verfahren trägt zu einer günstigeren Energieversorgung bei, sofern die Stromkosten in Abhängigkeit der Wochentage oder Tageszeiten berechnet werden.

Smart Metering kann in ein AMM (Automated Meter Management) integriert sein. Dieses ermöglicht es, bestimmte verbrauchsintensive Geräte wie etwa Trockner oder Waschmaschinen zu den günstigsten Energiepreis-Zeiten zu einzuschalten

Nutzen des Smart Meterings

Für Versorger wie für Verbraucher ermöglicht das Smart Metering einen Überblick über die verbrauchten Ressourcen. Dass Messverfahren kann die Mengen sowie den Verbrauchszeitpunkt und den Ort erfassen. Für Versorger hat dies den Vorteil, die Bereitstellung des Stroms seinem jeweiligen Bedarf anzupassen.

Dank der Weiterleitung der Daten an den Versorger, kann dieser diese zum Management des Netzes und der Lasten nutzen. Die Auswertung der Daten unterstützt Mess-Dienstleister bei der Optimierung.

Ein weiterer Effizienzvorteil ist die Möglichkeit der elektronischen Auswertung aus der Ferne. Eine jährliche Ablesung ist nicht zwingend erforderlich. Verbraucher haben weiterhin die Möglichkeit, über eine Schnittstelle den gegenwärtigen Verbrauch einzusehen. Somit entdecken sie Geräte mit hohem Energieverbrauch, die sie gegebenenfalls ersetzen können.

Risiken und Kritik

Verbraucherschützer äußern sich zum Teil skeptisch zur Frage, ob Smart Metering nicht einen zu großen Einblick in die Lebensgewohnheiten der Verbraucher zulässt. Die permanente Messung lässt zahlreiche Rückschlüsse auf das Verbrauchsverhalten zu. Sie betonen weiterhin, dass unbefugter Zugriff durch Hacker oder andere Dritte nicht auszuschließen ist. Zu den Risiken gehören nicht nur Manipulation der Messwerte, sondern im schlimmsten Fall der Zugriff auf ganze Netze.

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