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Definitionen Was ist Open Networking?

| Redakteur: Manfred Klein

Open Networking bezeichnet einen Ansatz in der Netzwerktechnik, bei dem die Nutzer beliebige Software auf gewöhnlicher Netz-Hardware betreiben können. Dadurch verändern sich die Betriebsorganisation und die Netzwerkverwaltung zum Teil erheblich.

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Open Networking – freie Wahl bei der Software fürs Netzwerk
Open Networking – freie Wahl bei der Software fürs Netzwerk
(© aga7ta - Fotolia)

Open Networking bezeichnet einen Ansatz in der Netzwerktechnik, bei dem die Nutzer beliebige Software auf der gewöhnlichen Netz-Hardware betreiben können. Dadurch verändern sich die Betriebsorganisation und die Netzwerkverwaltung zum Teil erheblich.

Offene Lösungen für Netzwerke

Software-definiertes Netzwerken oder Cloud Computing sind wachsende Trends, die auch weiterhin für dynamische Veränderungen in der IT-Branche sorgen. Die Lösung dafür geht in Richtung modular aufgebauter, offener Netzwerk-Betriebssysteme, da sie für den Aufbau effizienter und flexibler IT-Infrastrukturen besser geeignet sind als herkömmliche Lösungen.

Bisherige Visualisierungstechnologien haben sich bei der Entkopplung von Hard- und Software zuvor auf Server und Storage-Systeme beschränkt. Mit Lösungsansätzen wie Software-defined Networking (SDN), Network Functions Virtualization (NFV) oder eben Open Networking ist diese Entwicklung jetzt auch bei den Netzwerken angekommen.

Die gewohnten proprietären Komponenten im Marktsegment Netzwerk werden abgelöst durch Open-Source-Ansätze. Denn viele Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtungen wollen weg von oftmals schwer zu berechnenden Kosten, die für Lizenzerneuerungen, Mitarbeiterschulungen und aufwändige Wartungen für die Netzwerkinfrastruktur anfallen. Andererseits müssen hohe Sicherheitskriterien erfüllt werden, um wertvolle und sensible Daten vor unbefugten Zugriffen zu schützen.

Administratoren müssen umdenken

Open Networking erlaubt eine vereinfachte und damit günstigere und stabilere Netzwerkveraltung als proprietäre Lösungen. Allerdings müssen Administratoren herkömmlicher Netzwerke Neuland betreten, da die offenen Strukturen einen anderen Umgang erfordern als mit der bekannten Materie. Dadurch entstehen nicht nur einmalige Schulungskosten bei der Einführung, die berücksichtigt werden müssen. Auch die Betriebs- und Teamorganisation muss entsprechend angepasst werden.

Ein Grund dafür ist, dass die Betriebssysteme für Open Networking auf Linux basieren und dies auch offen zeigen. Administratoren ohne Linux-Kenntnisse und -Erfahrungen werden sicherlich keinen leichten Einstieg finden, auch wenn sie Umgewöhnungsphasen bei einem Wechsel traditioneller Betriebssysteme bereits kennen.

Vorteile von Open Networking

Langfristig profitieren Unternehmen und Behörden von Open-Networking-Lösungen, da die Verwaltung und Programmierbarkeit von IT-Infrastrukturen sich vereinfacht, ohne dass Abstriche bei der Sicherheit gemacht werden müssen. Im Gegensatz zu konventioneller Hardware, die meist nur mit einem spezifischen Betriebssystem eines einzigen Herstellers nutzbar ist, können die Anwender beim Open Networking frei wählen, mit welcher Software und welchem Betriebssystem sie ihre Netzwerkkomponenten wie etwa Switches betreiben. Die Leistungsfähigkeit der einzelnen Mitarbeiter und die Produktivität insgesamt erfahren dadurch eine deutliche Steigerung bei gleichzeitiger Senkung der Kosten.

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