Definitionen Was ist Moodle?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Manfred Klein

Mit der Lernplattform Moodle steht ein wirkungsvolles und leicht zu bedienendes Instrument zum Austausch von Studienmaterial sowie für die Kommunikation zwischen Lehrern/Dozenten einerseits und Schülern/Studenten anderseits zur Verfügung.

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Moodle: Lernplattform für Universitäten und Schulen
Moodle: Lernplattform für Universitäten und Schulen
(© aga7ta – Fotolia)

Insbesondere beim Online-Unterricht sowie bei der Durchführung von Studieneinheiten an Universitäten hat sich die Lernplattform Moodle bewährt. Kursinformationen und Unterrichtsmaterialien können hier schnell und einfach geteilt, Videos eingebettet und verschiedene Aufgaben übermittelt werden.

Eine Plagiatskontrolle lässt sich ebenso integrieren wie die Überwachung von Abgabefristen. Mit Moodle sind Informationen für Schüler und Studenten nicht nur während des laufenden Kurses im Handumdrehen bereitgestellt, sondern es lassen sich auch Rückmeldungen zu den erledigten Aufgaben geben und persönliche Anmerkungen des Lehrers bzw. Dozenten hinzufügen. Ferner sind gemeinschaftliche Übungen und Diskussionen möglich.

In der Corona-Pandemie stark gefragt

Die Lernplattform Moodle erlebte insbesondere während der Corona-Pandemie einen regelrechten Nachfrage-Boom. Zwar wurde das System auch schon zuvor von verschiedenen Universitäten – wie beispielsweise von der TU Berlin – für die Kommunikation und den Datenaustausch mit den Studenten genutzt, eine breite Bekanntheit erlangte Moodle jedoch vor allem im Rahmen des schulischen Distanzunterrichts (sogenanntes Home-Schooling).

So wurde zum Beispiel mit der auf Basis dieses Systems arbeitenden „mebis-Lernplattform“ in Bayern ein datenschutzkonformes Lernmanagementsystem (LMS) entwickelt, welches inzwischen von mehr als 800.000 Anwendern genutzt wird.

Mit mebis werden virtuelle Lernräume zur Verfügung gestellt, die einerseits der Sichtung und Verwendung des eingestellten Unterrichtsmaterials dienen, anderseits aber auch eine interaktive Aufgabenbearbeitung sowie ein umfassendes Kommunizieren zwischen Lehrern und Schülern ermöglichen. Eigene Arbeitsergebnisse können schnell und einfach hochgeladen und von den Lehrkräften sodann geprüft und benotet werden.

Kostenlose Open-Source Plattform

Als Open-Source-Plattform kann das Moodle-System von den Betreibern kostenlos heruntergeladen und auf den eigenen Servern installiert werden. Von den Anwendern erfolgt der Zugriff dann über den jeweils verwendeten Internet-Browser. Ein wichtiger Vorteil ist dabei, dass die eingereichten Arbeiten bzw. Materialien an einem zentralen Ort organisiert und nicht zwischen eMail-Postfach und Festplatte hin und her verschoben werden müssen. Sie lassen sich auch Teilerfolge prüfen, Informationen austauschen sowie Chats durchführen.

Die einzelnen Kurse werden für die Schüler und Studenten allerdings grundsätzlich erst dann sichtbar, wenn sie vom jeweiligen Lehrer bzw. Dozenten freigeschaltet werden. Ferner lassen sich in Moodle Fristen für die letztmögliche Einreichung von Aufgaben definieren. So kann bereits im Vorfeld festgelegt werden, wie lange Zeit für die Bearbeitung eingeräumt wird. Insgesamt hat sich Moodle seit vielen Jahren bewährt und dazu beigetragen, dass hunderttausende Schüler und Studenten ohne Präsenzverpflichtung unterrichtet und betreut werden konnten.

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