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Was ist ELLA?

| Redakteur: Manfred Klein

Die Bildungsplattform ELLA soll einmal der Grundstein der Digitalisierung an baden-württembergischen Schulen werden
Die Bildungsplattform ELLA soll einmal der Grundstein der Digitalisierung an baden-württembergischen Schulen werden (© aga7ta - Fotolia)

Das Land Baden-Württemberg arbeitet derzeit im zweiten Anlauf am Aufbau einer digitalen Bildungsplattform (DBP). Mit diesem IT-Projekt soll die Digitalisierung an den Schulen unterstützt und gestärkt werden. Der Aufbau der Plattform ist dabei in drei Phasen unterteilt. Das Akronym ELLA steht dabei für „Elektronische Lehr- und Lernassistenz“.

In einer ersten Phase, die im April 2019 begonnen hat und bis Herbst 2020 dauern soll, ist es das Ziel, Basiskomponenten bereitzustellen. Dazu zählen ein Identitätsmanagement für die Anmeldung zur Nutzung der Dienste, ein Lernmanagementsystem, eine dienstliche eMail-Adresse für Lehrkräfte und ein sicherer Instant Messenger für die unkomplizierte Kommunikation zwischen Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern über schulische Themen.

Da es sich bei der Bildungsplattform um ein komplexes IT-Projekt handelt, will das Kultusministerium Schritt für Schritt vorgehen, die einzelnen Komponenten der digitalen Bildungsplattform ausgiebig testen und bestehende digitale Lösungen an den Schulen beim Aufbau der Bildungsplattform berücksichtigen.

Als ein wichtiger Baustein der Plattform soll vom Herbst 2019 an ein sicherer Instant Messenger für Schulen in eine dreimonatige Pilotphase mit zwölf Schulen und rund 1.000 Schülerinnen und Schülern gehen. Bei dem Pilotversuch soll ein Messenger zum Einsatz kommen, mit dem in verschiedenen Ressorts der Landesverwaltung bereits Erfahrungen gesammelt wurden.

Laut dem baden-württembergischen Kultusministerium soll die zweite Phase unmittelbar an die erste Phase anschließen und ist auf ein Jahr angelegt. In dieser sollen die einzelnen Komponenten in einer Plattform zusammengeführt werden. Das bedeutet für die Nutzer, dass sie sämtliche Dienste über einen einzigen Zugang (sogenannter SingleSignOn-Zugang) abrufen können. Die Phase dient außerdem dazu, die Plattform in den Regelbetrieb zu überführen. Im Zuge dessen werden die Bestandteile der Bildungsplattform weiter optimiert.

Die letzte Phase des Aufbaus der digitalen Bildungsplattform dient einer weiteren Optimierung der vorhandenen Lösungen. Sie soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein und beinhaltet unter anderem die Fertigstellung von Teilprojekten, die Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen zugutekommen sollen. Die Barrierefreiheit der digitalen Bildungsplattform und ihrer Anwendungen wird natürlich bereits in den ersten beiden Phasen berücksichtigt.

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1: Bereitstellung von Basiskomponenten (April 2019 – Herbst 2020)
  • Identitätsmanagement
  • Lernmanagementsystem als Alternative zu Moodle
  • Dienstliche E-Mail für Lehrkräfte
  • Sicherer Instant-Messenger
  • Phase 2: Zusammenführung und SingleSignOn (Herbst 2020 – Herbst 2021)
  • Zusammenführung der Komponenten zu einer Plattform mit SingleSignOn-Zugang
  • Übergang in den Regelbetrieb der Plattform
  • Phase 3: Weiterer Ausbau und Optimierung (Herbst 2021 - Frühjahr 2023)
  • Optimierung der vorhandenen Lösungen
  • Teilhabe von Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen erleichtern
  • Anbindung von Mediendatenbanken
  • Unterstützung neuer Formen von Lehr- und Lerninhalten

Im ersten Anlauf war das Projekt, dass bereits im Juli 2017 begann, jedoch gescheitert, da die Betriebsbereitschaft im Februar 2018 nicht sichergestellt werden konnten. Nach dem Neubeginn des Projekts 2019 hat das baden-württembergische Kultusministerium die Federführung des Projekts übernommen.

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