Definitionen

Was ist ein Patienteninformationssystem?

| Autor / Redakteur: jettegsk / Manfred Klein

(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Ein Patienteninformationssystem ist Bestandteil der modernen medizinischen Versorgung. Daten und Untersuchungsergebnisse werden auf einer Gesundheitskarte gespeichert. Dies vermeidet Doppeluntersuchungen und jeder Arzt hat Zugriff auf die Ergebnisse.

Das Patienteninformationssystem vereint alle Untersuchungen, Aufnahmen und Befunde eines Patienten an einem Ort. Der Zugriff erfolgt über das Internet. Die Verwaltung übernimmt ein Team aus geschulten Fachkräften. Diese kümmern sich auch um die Sicherung und den Schutz der Daten. In Verbindung mit der elektronischen Gesundheitskarte entsteht so eine moderne Form der Patientenakte, auf die jeder der behandelnden Ärzte zugreifen kann. Der Patient hat natürlich ein Mitbestimmungsrecht. Er allein legt fest, welcher Arzt einen Zugriff bekommt. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Akten ohne Wissen des Patienten von verschiedenen Ärzten eingesehen werden können.

Die elektronische Gesundheitskarte befindet sich in der Hand des Patienten. Sie enthält einen Chip, auf dem wichtige Informationen zum Krankheitsbild gespeichert sind. Die elektronische Gesundheitskarte schaltet zudem die Informationen frei, die in der elektronischen Patientenakte hinterlegt sind.

Vorteile für Arzt, Patienten und Krankenkassen

Die neue Patientenakte bringt verschiedene Vorteile für den Patienten, für den Arzt und für die Krankenkassen. Insgesamt soll eine bessere und effizientere Versorgung der Patienten sichergestellt und die Kosten gesenkt werden.

Ärzte haben Zugriff auf die gesamte Krankenakte

Die Vorstellung, dass ein Notarzt per Knopfdruck einen Überblick über die wichtigsten Erkrankungen eines verunfallten Patienten bekommt, der eine Notversorgung braucht, entspricht dem Ideal. Es ist aber sicherzustellen, dass der Datenschutz gewährleistet ist. Grundsätzlich sollen alle Ärzte, die den Patienten behandeln, Zugriff auf die Daten erhalten. So können Diagnosen schneller gestellt, Bilder aus Röntgen und MRT besser eingesehen und Medikationen schneller bewertet werden. Ärzte können Hand und Hand arbeiten, ohne auf Befunde warten zu müssen. Auf diese Weise ist eine Optimierung der medizinischen Versorgung möglich.

Optimale Betreuung der Patienten möglich

Der Patient bekommt eine bessere Versorgung, weil jeder Arzt Einsicht in die Krankenakte hat. Er muss Untersuchungen nicht zweimal absolvieren und Bilder aus dem MRT oder dem CT, aber auch Röntgenbilder sind unabhängig vom Alter sofort einsehbar. Die Behandlungsdauer kann verkürzt und die Anzahl der Arztbesuche reduziert werden. Dies bringt für viele Patienten deutliche Erleichterungen mit sich.

Kostenersparnis für die Krankenkassen

Auch die Krankenkassen profitieren von der Einsicht in die Patientenakte. Dies ist beispielsweise beim Bezug von Krankengeld möglich. Zudem sparen die Krankenkassen Kosten, die durch teure Doppeluntersuchungen und den Besuch mehrerer Ärzte anfallen.

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