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Was ist die EEG-Umlage?

| Redakteur: Ann-Marie Struck

Auch bei erneuerbaren Energien speilt IT eine wichtige Rolle
Auch bei erneuerbaren Energien speilt IT eine wichtige Rolle (© aga7ta - Fotolia)

Das Akronym EEG steht für den Kurztitel des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (2017). MIt der EEG-Umlage wird der Ausbau von Erneuerbaren Energien finanziert.

Das Gesetz zum Ausbau erneuerbaren Energien regelt die Einführung von Strom aus erneuerbaren Quellen in das Stromnetz und gewährleistet den Erzeugern eine feste Einspeisevergütung.

Zum einen verkaufen sogenannten Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) den eingespeisten Strom an der Börse. Der dort erzielte Betrag liegt meist unter den gesetzlichen Vergütungssätzen, wird den ÜNB nun die Differenz erstattet.

Zum anderen kann der Strom auch direkt vermarktet werden. Der Unterschied des an der Börse erzielten Preises und der Eispeisevergütung wird dan durch eine Marktprämie ausgeglichen. Eine zusätzliche Managementprämie soll als Anreize für einen Wechsel vieler EEG-Anlagen in die Direktvermarktung dienen.

Jedoch übersteigen die Auszahlungen an die EE-Anlagebetreiber die Einnahmen aus dem Strommengenverkauf. Diese Differenz wird durch die EEG-Umlage auf alle Stromverbraucher verteilt.

Die EEG-Umlage

Da die EEG-Umlage Teil des Strompreises ist, wird sie auch von allen Stromverbrauchern gezahlt. Die Übertragungsnetzbetreiber legen die Höhe der EEG-Umlage fest. Für das Jahr 2019 beträgt diese 6,405 ct/kWh.

Folglich ist die EEG-Umlage kein Festpreis, daher von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst und auch nicht für alle Stromverbraucher gleich hoch.

Einfluss auf die Höhe der EEG–Umlage

  • • Der zu erwartende Strompreis an der Börse,
  • • die Höhe des letzten Verbrauchs,
  • • der Ausbau von EEG-Anlagen,
  • • der aktuelle EEG-Kontostand
  • • eine Liquiditätsreserve, die unerwartet hohe Zahlungen durch unvorhersehbare Vorkommnisse wie beispielsweise ein sonnenreiches Jahr und einen saisonalen EEG-Kontostandverlauf aufzeigt.

EEG-Umlage nicht für alle Stromverbraucher gleich hoch:

  • „Es gibt Sonderregelungen für stromkostenintensive Unternehmen, die bestimmten Branchen angehören müssen und bei denen der Anteil der Stromkosten an der Wertschöpfung besonders hoch ist. Diese Unternehmen können auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Ermäßigung der EEG-Umlage erhalten, wenn ihr Strombezug 1 GWh pro Jahr übersteigt. (§ 64 EEG)
  • Schienenbahnen erhalten gem. § 65 EEG ebenfalls auf Antrag beim BAFA eine Reduktion ihrer EEG-Umlage-Zahlungen, wenn sie mindestens 2 GWh Strom pro Jahr verbrauchen.
  • Eigenversorger müssen unter bestimmten Voraussetzungen auf den selbstverbrauchten Strom EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber abführen. (§ 61 EEG).“
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