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Was ist der Einheitliche Ansprechpartner (EA 2.0)?

| Redakteur: Manfred Klein

Kommt der EA mit der OZG-Umsetzung?
Kommt der EA mit der OZG-Umsetzung? (aga7ta - Fotolia)

Die EU-Mitgliedstaaten sind seit 2009 verpflichtet, Einheitliche Ansprechpartner (EA) einzurichten, damit Dienstleistungs­erbringer für ihre Vorhaben alle not­wendigen Informationen erhalten und Verfahren und Formalitäten insbesondere auch elektronisch abwickeln können. Die bisherige Umsetzung in Deutschland ist allerdings nicht nur von einer Vielzahl verschiedener Lösungen zur Bereit­stellung des Einheitlichen Ansprech­partners geprägt. Auch ist er noch längst nicht flächendeckend verfügbar.

Beim IT-Planungsrat heißt es dazu: „Mit der Weiterentwicklung des Einheitlichen Ansprechpartners zum EA2.0–Netzwerk kommen Bund und Länder der Forderung der Europäischen Kommission nach und setzen eigene politische Ziele der Verwaltungsmodernisierung um. Unterstützt wird dies zudem durch die 2013 geänderte Berufsqualifikations-Richtlinie. Danach stellt der Einheitliche Ansprechpartner seit Januar 2016 einen zentralen Online-Zugang bereit.“

Bis Ende 2017 wollten Bund und Länder gemeinsam das EA 2.0-Netzwerk etablieren. Dieses soll die unterschiedlichen Länderumsetzungen harmonisieren und alle Einzelkomponenten zu einem Netzwerk verknüpfen. Zielgruppen des EA 2.0 sind insbesondere Gründerinnen und Gründer in Deutschland sowie Unternehmen und Arbeitnehmer (als Qualifikationsinhaber) der EU / EWR und aus Drittstaaten.

Leitmotiv des Netzwerks von Bund und Ländern bei der Umsetzung ist eine unternehmensfreundliche Verwaltung („One Stop Shop“). Für den Nutzer sinkt der bürokratische Aufwand, denn die Anzahl der Behördenkontakte reduziert sich auf den Einheitlichen Ansprechpartner. Anstatt mit allen Behörden und Körperschaften einzeln in Kontakt treten zu müssen, übernimmt der Einheitliche Ansprechpartner diese Aufgabe. Der EA kann online, persönlich über einen physischen Ansprechpartner sowie per Telefon und eMail genutzt werden. Der „Vertrieb“ von gebündelten Verwaltungsleistungen fällt in den Bereich des EA, während die „Produktion" bei den zuständigen Stellen verbleibt. Bestehende Zuständigkeiten und Entscheidungshoheiten bleiben unberührt.

Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, sollen die EA besser mit anderen eGovernment-Angeboten von Bund, Ländern und Gemeinden verzahnt werden.

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