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Was ist De-Mail?

| Redakteur: Manfred Klein

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Mit De-Mail bieten verschiedene Anbieter eine sichere und offizielle Alternative zur eMail an. Dieses Verfahren bietet rechtssichere, verbindliche Kommunikation und soll eine digitale Schnittstelle zwischen Bürgern, Wirtschaft und Behörden bieten.

In Abgrenzung zur eMail bietet die De-Mail nicht nur vertrauliche Kommunikation im Internet, sondern soll auch Kommunikationsmittel in offiziellen Unterhaltungen und verifizierbaren Mailwechseln zum Einsatz kommen.

Die rechtlichen Hintergründe

Mithilfe der De-Mail sollen Bürger/Innen, Unternehmen und Behörden schnell und unkompliziert miteinander kommunizieren können. Durch die Verifizierung ist dieses Tool für alle Teilnehmer sicher und verbindlich, zudem ist das System direkter und kosteneffizienter als die Post.

Festgehalten wurde dies bereits in einer EU-Dienstleistungsrichtlinie, die von der Bundesregierung unter dem Namen De-Mail umgesetzt wurde.

Um die Rechtssicherheit zu gewährleisten, werden alle übermittelten Daten außerdem in deutschen Rechenzentren übermittelt. Versand, Erhalt und übermittelte Inhalte können stets nachgewiesen werden.

Warum gibt es kein zentrales Angebot?

Auch wenn der De-Mail-Dienst zentral geregelt ist, wird er nicht von der Bundesregierung angeboten, sondern auf technischer Seite arbeiten zertifizierte Partner an der Bereitstellung für BürgerInnen und Unternehmen.

Akkreditiert werden die qualifizierten Anbieter über den Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Grundlage hierfür ist ein Gutachten. Technisch gibt es also durchaus Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Anbietern des De-Mail-Verfahren, jedoch müssen die Anbieter alle Kriterien der Bundesregierung erfüllen, um das Siegel zu erhalten.

Zur Verschlüsselung der Kommunikation gibt es derzeit zwei unterschiedliche Verfahren, hierzu zählen die Transportverschlüsselung und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Die Anbieter der De-Mail-Adressen machen in der Regel einen eMail-Account beim Unternehmen zur Bedingung der Vergabe der Adresse. Diese besteht aus Vor- und Nachnamen und Anhängsel.

Das De-Mail-Verfahren bietet zusätzlich noch einige Komfortfunktionen an:

  • De-Safe: Sicherer Cloudspeicher für Dokumente
  • De-Ident: Nachweis der eigenen Identität und wichtiger Stammdaten
  • De-Mail-Einschreiben: Möglichkeit der digitalen Kommunikation mit Absendebestätigung und Zeitpunkt des Sendevorgangs
  • Persönlich: Bei besonders vertraulichen Nachrichten müssen Authentifizierungsniveau von Empfänger und Sender hoch sein
  • Zugangs- und Abholbestätigung: Absender erhalten qualifiziert signierte Bestätigungen, wann der Empfänger die Mail erhalten und eingesehen hat.

Sicherheitsfeatures und Identitätsprüfung

Um sich einen De-Mail Account anzulegen, melden Nutzer sich sicher an. Dies bedeutet, dass User sich mit ihrem elektronischen Personalausweis identifizieren können. Dadurch wird allen Nutzern ermöglicht, wirklich sicherzustellen, dass sie mit der gewünschten Behörde, Person oder Firma in Kontakt treten.

Da alle Daten auf die Person beziehungsweise das Unternehmen zentral zusammenfließen, können keine in Konflikt stehenden Identitäten eingesetzt werden. Dies, im Zusammenspiel mit der persönlichen Anmeldung, macht De-Mail auch sicherer als das postalische Verfahren.

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