Definitionen Was ist das digitale Ehrenamt?

Von andi_dd

Die Digitalisierung erweitert die Optionen für ehrenamtliche Tätigkeiten. Mittlerweile gibt es viele digitale Ehrenämter, die ein orts- und zeitunabhängiges Engagement erlauben. Ein prominentes Beispiel ist Wikipedia.

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Das digitale Ehrenamt: Engagement im Internet
Das digitale Ehrenamt: Engagement im Internet
(© aga7ta - Fotolia)

Bei einem digitalen Ehrenamt arbeiten Freiwillige ausschließlich online für einen gemeinnützigen Zweck. Eine Internetverbindung sowie ein entsprechendes Endgerät wie ein PC oder ein Smartphone reichen aus: Diese Form der ehrenamtlichen Tätigkeit senkt die Hürden auf ein Minimum. Beim klassischen Ehrenamt müssen sich Beteiligte meist zu bestimmten Zeiten an vereinbarten Treffpunkten einfinden – knappe zeitliche Ressourcen oder zu lange Wegstrecken können die Teilnahme verhindern. Diese Hinderungsgründe gibt es bei einem Online-Ehrenamt nicht.

Die Vorteile eines digitalen Ehrenamts

Das Online-Volunteering zeichnet sich durch Ortsunabhängigkeit aus. Die Wohnorte der Aktiven spielen keine Rolle: Sie können von überall aus ihren Beitrag leisten. Das erspart die Fahrten zu Vereinsheimen und anderen Locations. Zudem können sich Freiwillige engagieren, die weit entfernt wohnen. Auch die internationale Vernetzung ist bei einem digitalen Ehrenamt dank Internet möglich. In den meisten Fällen bedeutet ein Online-Ehrenamt auch freie Zeiteinteilung. Mitarbeitende bestimmen eigenständig, wann sie ihre Arbeit erledigen. Eine Ausnahme besteht nur bei Aufgaben mit festen Terminen. Beispiele sind die Teilnahme an Online-Meetings und Beratungsgespräche über einen Videochat. In der Regel bringen sich Engagierte aber größtenteils zeitlich unabhängig ein.

Aus der Orts- und Zeitunabhängigkeit ergeben sich mehrere Vorzüge:

  • Aktive können das digitale Ehrenamt besser mit ihren privaten und beruflichen Verpflichtungen vereinbaren.
  • Sie sind nicht an lokale Angebote gebunden. Über das Internet können sie sich weltweit an passenden Projekten beteiligen. Das vergrößert die Auswahl enorm.
  • Das Online-Engagement erleichtert die Vernetzung. Über das Web finden sich Ehrenamtliche mit verschiedenen Stärken zusammen – das führt zu Synergieeffekten.

Online-Volunteering: Beispiele für Engagement im Internet

Eine bekannte Plattform, die auf der ehrenamtlichen digitalen Mitarbeit basiert, ist Wikipedia. Millionen Autoren auf der gesamten Welt schreiben und bearbeiten Beiträge für dieses virtuelle Lexikon. Darüber hinaus existieren viele weitere Möglichkeiten für Online-Engagement. In Deutschland sorgt die Initiative D21 seit 2015 für Aufmerksamkeit: Diese Organisation kümmert sich um digitale Flüchtlingshilfe und Integrationsangebote. Beteiligte Helfer beraten Migranten online zu diversen Themen, sie unterrichten per Videochat die deutsche Sprache oder übersetzen via E-Mail behördliche Dokumente. Auch Umweltverbände und viele weitere Organisationen bieten in steigender Anzahl digitale Ehrenämter an. Parteien nutzen die Potenziale des Online-Volunteerings ebenfalls und ermöglichen unter anderem die Mitarbeit in virtuellen Ortsvereinen, die auf klassische Parteisitzungen vor Ort verzichten.

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