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Was ist das BSI und was sind seine Aufgaben?

| Autor / Redakteur: tutanch / Manfred Klein

(Bild: © aga7ta – Fotolia.com)

BSI steht für Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und ist ein Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern. Das BSI beschäftigt sich mit Fragen rund um die IT-Sicherheit und möchte den sicheren Umgang mit der IT fördern.

Gegründet wurde das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 1. Januar 1991. Sein Hauptsitz befindet sich in der ehemaligen deutschen Bundeshauptstadt Bonn. Die Arbeitsbereiche des BSI und seiner verschiedenen Abteilungen sind im „Gesetz zur Stärkung der Sicherheit in der Informationstechnik des Bundes“ (auch BSI-Gesetz genannt) festgelegt. Aktuell (Stand 2016) beschäftigt das BSI circa 600 Mitarbeiter.

Die Zielgruppen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik:

Die Zielgruppen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik lassen sich folgendermaßen einteilen:

  • Unternehmen
  • Lehr-, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen
  • private Anwender
  • Öffentliche Verwaltung in Kommunen, Ländern und im Bund

Die Aufgaben des BSI für unterschiedliche Zielgruppen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine ganze Reihe verschiedener Aufgaben zu erfüllen. Grundlegendes Ziel ist es, die Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik für private wie für geschäftliche oder behördliche Anwender zu ermöglichen und zu fördern. Das Thema IT-Sicherheit soll mithilfe des BSI in der Gesellschaft, der Verwaltung und in der Wirtschaft besser wahrgenommen und in eigener Verantwortung umgesetzt werden.

Um die Risiken der Anwender im Umgang mit der IT zu minimieren, erarbeitet und veröffentlicht das BSI Handlungsempfehlungen und Mindeststandards. Darüber hinaus trägt es für den Schutz der verschiedenen IT-Systeme und Netze des Bundes die Verantwortung. Kernaufgaben in diesem Bereich sind die Abwehr von Bedrohungen wie Hackerangriffe, Trojaner oder Viren auf die Rechner und Netze der Verwaltung. Das BSI entwickelt zudem Kryptosysteme zur Datenverschlüsselung in der IT des Bundes.

Weitere Aufgaben sind die Prüfung und Zertifizierung von Produkten und Dienstleistungen der IT sowie die Warnung vor erkannten Sicherheitslücken und bestehenden Bedrohungen.

Die Aufgaben des BSI für Bürger und Privatanwender

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erfüllt nicht nur für die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung zahlreiche Aufgaben, sondern nimmt wichtige Funktionen für Bürger und Privatanwender war. Speziell für Bürger betreibt das BSI ein eigenes Internetangebot, auf dem Themen rund um die IT- und Internetsicherheit für technische Laien leicht verständlich behandelt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stellt jedoch nicht nur Informationen zur Verfügung, sondern bietet konkrete, für jeden umsetzbare Handlungsempfehlungen zum sicheren Umgang mit der IT und dem Internet.

Themenbereiche sind beispielsweise die Sicherheit von Smartphones, die sichere Nutzung des Online-Bankings, von Cloud-Diensten und von sozialen Netzwerken oder die Verschlüsselung von eMails. Für die Fragen der Bürger steht das Bundesamt telefonisch und per eMail zur Verfügung. Beim so genannten „Bürger-CERT“ handelt es sich um einen Informations- und Warndienst für Privatanwender und Bürger, der ebenfalls über das Internetangebot erreichbar ist.

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