Definitionen Was ist bzw. was tut der TI-Messenger?

Von zeroshope

Unter TI-Messenger ist ein elektronischer Kommunikationsdienst zu verstehen, der einen Ad-Hoc-Austausch zwischen Akteuren des Gesundheitswesens erlaubt. Er kann auf Mobilgeräten verwendet werden. Auch die Versicherten sollen einbezogen werden.

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TI-Messenger: Ad-Hoc-Nachrichten für Akteure im Gesundheitswesen
TI-Messenger: Ad-Hoc-Nachrichten für Akteure im Gesundheitswesen
(© aga7ta – Fotolia)

Unter TI-Messenger ist ein elektronischer Kommunikationsdienst zu verstehen, der einen Ad-Hoc-Austausch zwischen Akteuren des Gesundheitswesens erlaubt. Er kann auf Mobilgeräten verwendet werden. Auch die Versicherten sollen einbezogen werden.

TI-Messenger ist die Bezeichnung für einen neuen Nachrichtendienst im Gesundheitswesen. Die beiden Buchstaben stehen für Telematikinfrastruktur. Dabei handelt es sich um das Netz des Gesundheitswesens, das von der Gematik GmbH (ursprünglich Abkürzung für: Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) betrieben und ausgebaut wird. Der Nachrichtendienst, der ausgeschrieben Telematikinfrastruktur (TI)-Messenger heißt, fällt also ebenfalls in ihre Zuständigkeit.

Die Aufgaben des TI-Messengers

Der TI-Messenger ist weit verbreiteten kommerziellen Lösungen wie WhatsApp oder Signal nachempfunden. Seine wichtigste Aufgabe ist es, den sicheren Austausch zwischen Akteuren des Gesundheitswesens ermöglichen und dabei eine Ad-Hoc-Kommunikation gestatten. Dabei soll es unerheblich sein, in welchem Sektor die einzelnen Personen genau tätig sein. In der Theorie kann eine Apotheke beispielsweise in einer Arztpraxis unbürokratisch nachfragen, wenn eine Verschreibung unklar ist. Der Mehrwert des Messengers wird so offensichtlich: Lange Wartezeiten für Antworten entfallen, da die Akteure direkt miteinander verbunden sind.

Die technische Umsetzung des TI-Messengers

Der Nachrichtendienst soll nicht nur auf Computern, sondern auch auf Smartphones und Tablets laufen, um die Ad-Hoc-Kommunikation zu ermöglichen. Da inzwischen fast jeder Versicherte über ein entsprechendes Gerät verfügt, sollen diese ebenfalls eingebunden werden. Schließlich haben sie ihrerseits oft Nachfragen, die sich mit kurzen Nachrichten beantworten lassen. Der Zeitplan für die Einführung wurde von der Gematik in der folgenden Form aufgestellt:

  • bis zum 1. April 2022: Fertigstellung der Spezifikationen,
  • bis zum 31. Dezember 2022: Akteure des Gesundheitswesens können den TI-Messenger für Ad-Hoc-Kommunikation nutzen,
  • bis zum 1. Oktober 2023: Versicherte werde eingebunden und können per Videochat mit Ärzten, Apotheken, etc. kommunizieren,
  • bis voraussichtlich Ende 2024: komplette Einbindung der Versicherten.

Einige Fragen sind noch offen

Eine weitere Hoffnung, die mit dem TI-Messenger verbunden ist, lautet, dass die Kommunikation zwischen den Beteiligten entspannt werden kann. Auf Nachrichten kann schließlich geantwortet werden, wenn eine Person Zeit hat. Telefonate verlangen, dass die Beteiligten zur selben Zeit freie Kapazitäten für einen Austausch haben. Allerdings besteht die Gefahr, dass eine Vielzahl von Nachrichten auflaufen – wie es von Emails bekannt ist. Dies gilt erst recht, wenn auch die Versicherten eingebunden sind. Damit würde das genaue Gegenteil des eigentlich Erhofften erreicht.

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