Definitionen

Was ist bzw. was tut das ZITIS?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Manfred Klein

ZITIS – zuständig für Risikominimierung
ZITIS – zuständig für Risikominimierung (© aga7ta – Fotolia)

Hinter dem Kürzel ZITIS verbirgt sich die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich. Die Einrichtung gehört zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums (BMI) und hat ihren Sitz in München. Im Fokus ihrer Tätigkeiten steht die IT-Security.

Hackerangriff und Datenmissbrauch sind Beispiele hierfür, dass die Digitalisierung nicht nur Vorteile mit sich bringt. Um Probleme in diesem Bereich konstruktiv lösen zu können, gibt es die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich, die im Jahr 2017 gegründet wurde.

Kernkompetenzen von ZITIS

Die Aufgaben von ZITIS sind im Bereich IT Security begründet. Ihnen allen gemeinsam ist das Wissen, dass Digitalisierung auch mit Risiken verbunden ist, die es professionell zu erkennen und abzubauen gilt.

Die Hauptschwerpunkte der Arbeit von ZITIS sind

--> digitale Forensik

--> Big Data

--> Telekommunikationsüberwachung

--> Kryptoanalyse

Digitale Forensik: Straftäter auf virtueller Spur verfolgen

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, anonym Straftaten einzuleiten und durchzuführen. Aktionen ohne Identifizierung, Treffen und Bündeln krimineller Energien in Dark Rooms, Hacken von Computern und Servern sind nur Beispiele von vielen für moderne Cyberkriminalität und oft auch Beginn für Terror. ZITIS hat hier die Aufgabe, digitale Spuren zurückzuverfolgen, gerichtsrelevante Beweise zu erbringen und zur Aufklärung von Straftaten rund um den Cyber Space beizutragen. Sowohl Hardware als auch Software wird dabei unter die Lupe genommen.

Big Data: digitale Fingerabdrücke im Fokus

Früher war der Fingerabdruck der Spurensichering bereits Beweis genug, um einen Straftäter zu überführen. Heute fahndet man häufig im virtuellen Raum. Big Data ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Begriff, da sich kriminelle Daten häufig auf unterschiedlichen Speichermedien befinden.

Telekommunikationsüberwachung: mehr als nur Abhören

Die Überwachung von Kommunikationskanälen ist in aller Munde und auch bei Politikern in der Diskussion. ZITIS nutzt die Methoden der Technik, um Straftäter auf die Schliche zu kommen. Das gilt nicht nur für Telefonate. Auch Mails, WhatsApp-Nachrichten und Internetaktivitäten können professionell überwacht werden. Dies geschieht jedoch immer nur dann, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt.

Kryptoanalyse: Verschlüsselungen untersuchen

Spätestens die DSGVO mit ihren komplexen Regelungen hat die Sensibilität für Datenschutz und Datensicherheit in der Bevölkerung deutlich erhöht. ZITIS widmet der Verschlüsselung von Daten einen wichtigen Teil seiner Arbeit. Zum einen braucht es neue Verschlüsselungstechniken, die den Schutz von sensiblen Daten nachhaltig gewährleisten. Zum anderen benötigt man Verfahren, um Botschaften und Daten von Straftätern effizient entschlüsseln zu können.

Cyber-Sicherheit immer wichtiger

Das sich immer mehr Straftaten im Netz abspielen oder dort geplant werden, braucht es dagegen konzertierte Aktion. ZITIS zählt zur Sicherheitsstrategie des Bundes explizit dazu. Die Einrichtung arbeitet mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz ebenso zusammen wie mit dem Bundeskriminalamt und der Bundespolizei.

Gesetze als Grundlage sowie ständige Kontrolle der Arbeit von ZITIS sind dabei eine Selbstverständlichkeit.

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