Virtualisierung im Rechenzentrum

Was bringt die Cloud für die kommunale IT?

| Autor / Redakteur: Bernd Hoeck / Susanne Ehneß

Die Gesprächspartner (v. l.): Rainer Kremser (DZBW), Jürgen Heinrich (KIVBF) und Hariolf M. Rieger (KDRS)
Die Gesprächspartner (v. l.): Rainer Kremser (DZBW), Jürgen Heinrich (KIVBF) und Hariolf M. Rieger (KDRS) (Bild: DZBW)

Können Sie die Vorteile einer serviceorientierten Architektur aus Sicht eines kommunalen Rechenzentrums schildern?

Rieger: Serviceorientierte Architekturen (SOA) stehen für ein IT-Architekturkonzept als Unterstützungsfunktion für Geschäftsprozesse. Dabei werden die Geschäftsprozesse eines Unternehmens als flexible, miteinander verknüpfte Services abgebildet. Ziel ist hierbei langfristig eine Aufwands- und Kostenreduktion und eine höhere Flexibilität bei der Abbildung ­neuer Geschäftsprozesse durch die Wiederverwendbarkeit bestehender Services.

Heinrich: Serviceorientierte Architekturen brechen starre Grenzen auf. So können die einzelnen Funktionen als Service sowohl von den Nutzern über moderne Oberflächen als auch vom System für automatisierte Massenverarbeitung genutzt werden. Die frühere Trennung von Batch- und Dialogverarbeitung fällt weg.

Durch die Vorgaben des Gesetzgebers kam es zudem in den letzten Jahren zu einer begrüßenswerten Standardisierung der Datenstrukturen. Im Zusammenspiel mit serviceorientierten Softwarekomponenten können Standards wie XMELD für einen effektiven Austausch auch über Verfahrensgrenzen hinweg sorgen. Mit SOA werden Softwarelösungen sehr viel ­flexibler und können leichter kombiniert werden.

Wir betreiben einen eigenen, verfahrensübergreifenden Enterprise­ Service Bus (ESB), über den wir die zahlreichen Schnittstellen zwischen den Verfahren gut strukturiert und leicht wartbar umsetzen können.

Ein großes Verfahren wie das Einwohnermeldewesen kann für ­viele andere Verfahren eine wichtige ­Datenquelle sein, die wir über unseren ESB einbinden wollen. Da ist es hervorragend, dass KM-Einwohner seinerseits in einer serviceorientierten Architektur mit ESB umgesetzt wurde. Alle Anbieter von ­Verfahren müssen sich für SOA öffnen, und wir sind froh, dass die DZBW hier vorangeht.

Bitte lesen Sie auf der nächsten Seite weiter.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 43718941 / System & Services)