Urheberrechts-Abgabe: Großer Streit um kleine Karten

Warum sich ZPÜ und Speicher-Industrie nicht so schnell einigen

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Wer gut verhandeln will, muss hoch pokern. Zerstrittene Lager gehen streitlustig und mit maximalen Forderungen in eine Verhandlung, damit der Kompromiss höher ausfällt, als wenn man gleich klein beigeben würde. Nur ist der Streit so eskaliert, dass wohl bald wieder vor Gericht verhandelt wird.

George Linardatos, General Manager bei Transcend Deutschland, der im Gespräch mit IT-BUSINESS die Standpunkte der Hersteller vertritt, rechnet jedenfalls mit einem Durchprozessieren, erneut bis zum Europäischen Gerichtshof. Möglicherweise wird dieser dann konkreter, wenn es um die Frage nach der praktischen Umsetzung geht.

Vorschläge

Der Transcend-Manager wirft bis dahin schon mal eigene Vorschläge in die Kontroverse ein: Man könnte den abgabebefreiten Einsatzzweck schon am Kartentyp festmachen: „Compact-Flash-Karten werden hauptsächlich in Digitalkameras, Camcordern oder in industriellen Systemumgebungen als Zwischenspeicher eingesetzt – hier landet in der Regel gar kein urheberrechtlich geschütztes Material drauf. Ähnlich sieht es bei SD- oder SDHC-Karten aus“, so Linardatos.

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