Katwarn

Warnungen vor Katastrophen: Handy-App erreicht 475.000 Hessen

| Autor / Redakteur: dpa / Susanne Ehneß

Kommunen wollen und müssen ihre Bürger im Notfall schnell erreichen können
Kommunen wollen und müssen ihre Bürger im Notfall schnell erreichen können (© Pixabay / CC0)

Die hessischen Städte und Landkreise setzen zunehmend auf die Warn-App „Katwarn“.

Das Warnsystem Katwarn erreicht ein halbes Jahr nach der hessenweiten Einführung bei der Polizei immer mehr Menschen. „Derzeit hat Katwarn in Hessen circa 475.000 Nutzer“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das entspricht rund acht Prozent aller Hessen. Im Sommer waren es noch 340.000. Katwarn ist ein kostenloses Programm für Smartphones, mit dem über Großeinsätze wie Terroranschläge und Amokläufe informiert werden kann.

Die meisten bisher erfolgten Katwarn-Auslösungen seien Informationen über Ereignisse wie Räumungen wegen Bombenentschärfungen gewesen und nicht Warnungen vor einer konkreten Gefahr, erklärte der Sprecher. 19 von 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten hätten bisher Katwarn oder vergleichbare Systeme eingeführt oder führten sie aktuell ein. Vor einem halben Jahr waren es erst 17.

Die Warnsirenen in den Städten und Gemeinden werde Katwarn trotz steigender Verbreitung nicht ablösen: „Im Gegensatz zu Sirenenanlagen haben die elektronischen Medien jedoch keinen oder nur einen eingeschränkten Warneffekt“, heißt es vom Ministerium. So seien Handys nicht immer in Hörreichweite oder eingeschaltet.

Seitens des Landes werde daher eine Kombination von Sirenen und elektronischen Medien als die sinnvollste Lösung angesehen. Schätzungen gehen von 2.500 Sirenen in 270 hessischen Gemeinden aus.

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