Schweizer Bundesrat investiert in Standortförderung

Warmer Geldregen für Schweizer eGovernment

| Redakteur: Manfred Klein

Auch weshalb sich die eidgenössische eGovernment-Initiative auf Klein-und Mittelständische Unternehmen konzentriert, wird erläutert: „Der Wirtschaftsstandort Schweiz lebt von vielen flexiblen und innovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Sie bilden mit 99,7 Prozent die große Mehrheit der marktwirtschaftlichen Betriebe, stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze und sind eine wichtige Basis für die stabile und leistungsfähige Schweizer Wirtschaft.“

Die Anliegen der KMU würden daher beim Bundesrat einen hohen Stellenwert genießen. Mit einer auf ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmten Politik sollen die Rahmenbedingungen der bestehenden Unternehmen daher ständig optimiert, Neugründungen erleichtert und die nachhaltige Entwicklung der Unternehmen ermöglicht werden.

Auch in der Schweiz müssen Unternehmen in aufwendiger Weise mit zahlreichen Behörden über traditionelle, papierbasierte Formulare oder verschiedene elektronische Portale korrespondieren.

Und die Verwaltung selbst steünden dem nicht nach: „Zwischen den Behörden werden die Daten nicht systematisch elektronisch ausgetauscht, und die Unternehmen müssen dieselben Informationen deshalb mehrfach (elektronisch oder auf Papier) eingeben. Dies ist komplex, unnötig, kostet Zeit und Geld“, wie die Autoren kritisch anmerken.

Abhilfe sollen eGovernment-Lösungen wie das Portal StartBiz schaffen, bei dem die Unternehmen bereits heute für die Anmeldung bei Handelsregister, Mehrwertsteuer, AHV und Unfallversicherung auf denselben Datenbestand zurückgreifen. Ziel ist es hier ein schrittweiser Ausbau von StartBiz hin zu einem „One-Stop-Shop“, der unterschiedliche Behördengänge medienbruchfrei auf eidgenössischer, kantonaler und kommunaler Stufe beinhalten kann

Ein solcher „One-Stop-Shop“ soll für die Unternehmen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr verfügbar sein und mit einer elektronischen Identität beziehungsweise entsprechenden Zugangsberechtigungen ausgestattet sein.

Zentral ist bei diesem Ansatz, dass er auf den von einzelnen Behörden elektronisch angebotenen Dienstleistungen aufbaut und diese über einen virtuellen „One-Stop-Shop“ verbindet.

Seltsam vertraut mutet auch die Versicherung der Autoren an: „Die Kompetenzen zwischen Behörden wie auch zwischen den föderalen Stufen bleiben damit unberührt. Die Kantone, Gemeinden und anderen Bundesstellen werden hinsichtlich der Integration einzelner Services einbezogen.“

Das Projekt baut auf der überarbeiteten eGovernment-Strategie 2016-2019 auf und soll Eingang in den Vorhabenkatalog von eGovernment Schweiz finden.

Im Internet ist das vollständige Dokument zur geplanten Standortförderung in der Schweiz erhältlich.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 43219687 / Projekte & Initiativen)